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Halt mich!

Filmpremiere in Berlin

Schwule und Kinder. Ob wir es wollen oder nicht, steht diese Diskussion noch immer unter der Diffamierung von schwulen Männern als Pädosexuelle. Gerade deswegen ist es Zeit, das Thema offensiv anzugehen: Premiere einer mutigen Filmproduktion in Berlin

Was treibt einen kinderlosen Mann von Mitte 30 an, sich regelmäßig mit einem fremden Jungen zu treffen, um gemeinsam Spaß zu haben? Wie ergeht es der alleinerziehenden Mutter, wenn sie ihren Sohn mit diesem Mann für Stunden alleine losziehen lässt? Wem hilft das alles? Und welche Rolle spielt es, dass dieser Mann schwul ist?

Kennengelernt haben David und Rene sich im Jahr 2003 über das Patenschaftsprogramm „biffy – Big Friends for Youngsters“. In guter Abstimmung mit Renes Mutter Vera entwickelte sich zwischen ihrem Sohn und dem ehrenamtlich engagierten David ein starkes Band, das seit über zehn Jahren in Berlin besteht, und das ihnen gegenseitig Halt und Orientierung gegeben hat. Über die Zeit wurde es sogar von Menschen, die dieser Konstellation anfangs skeptisch gegenüber standen, als gelungenes Beispiel einer sogenannten „Aktiv-Patenschaft“ erlebt.

Patenschaftsprogramme: besonders beliebt bei schwulen Männern

Solche Patenschaftsprogramme, die in Berlin geradezu boomen, sind beliebt vor allem bei homosexuellen Männern, die auf diese Weise Verantwortung für die nachfolgende Generation übernehmen, ohne selbst Kinder zu haben. Beispielsweise sind von den rund 100 männlichen Paten bei biffy Berlin e.V. derzeit etwa 35 schwul.

Diese vor zwei Jahren gedrehte Dokumentation gewährt sehr persönliche Einblicke in die freundschaftliche Beziehung zwischen David, heute 45, und Rene, bald 19. Darin zu Wort kommen unter anderem auch Koordinatorin Sabine, die David und Rene damals vermittelt und begleitet hat, und Davids Lebenspartner Wendell.

Münchner in Berlin

Produziert wurde der Film vom Münchner Mediennetzwerk queerelations . www.queerelations.net Als Initiator des Netzwerks suchte Filmemacher Wolfgang Fänderl nach einer beeindruckenden Geschichte, die den Klischees der ‚oberflächlichen schwulen Welt’ widerspricht. Die begeisterten Erzählungen seines Freundes David brachten ihn dazu, das erste Filmprojekt nach Netzwerk-Gründung aus Berlin berichten zu lassen.

Die Aufführung einer ersten Fassung gab es Ende 2012 in München. Jetzt ist der Film komplett inhaltlich und technisch überarbeitet worden. In dieser Form feiert er nun in Berlin Premiere!

Die Veranstaltung: Sonntag 06. Juli 2014 um 19.00 Uhr – im „wilde Oscar” Café & Restaurant der Schwulenberatung Berlin – Niebuhrstraße 59/60, 10629 Berlin-Charlottenburg. 

Weitere Informationen zur Veranstaltung: http://www.queerelations.net/index.php/halt-mich-filmpremiere-berlin-06072014.html

(c) Foto: Queerelations


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