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Themenschwerpunkt Hepatitis C

Die neue Ausgabe M+ widmet sich dem Schwerpunktthema Hepatitis C

In der letzten M+ haben wir uns mit PrEP, also der prophylaktischen Einnahme antiretroviraler Medikamente als Prävention beschäftigt. Mit speziell für HIV-Positive entwickelten Medikamenten HIV-negativ bleiben, das klingt im ersten Moment paradox, wird aber von Vielen schon jetzt als entscheidende Methode auf dem Weg zum endgültigen Ende des HIV-Zeitalters gefeiert. Wenn es nach der Weltgesundheitsorganisation geht, soll AIDS spätestens im Jahr 2030 unter Kontrolle sein.

Ein ambitioniertes Ziel, das unser Autor Tobias Sauer in seiner Faktenanalyse auf Seite 12 näher beleuchtet. Wer aber meint, wir könnten schon mal (sozusagen ebenfalls prophylaktisch) die Hände in den Schoß legen, irrt: Längst feiern alte Bekannte ihr Comeback in der schwulen Szene. Dabei ist neben Syphilis und Tripper vor allem Hepatitis C (HCV) auf dem Vormarsch. Das ruft nicht nur alte Präventionsfragen neu auf den Plan, sondern erfordert auch die Rückbesinnung auf alte Reaktionssmuster.

Viele Lehren, die die Community aus der AIDS-Krise gezogen hat, bekommen im Angesicht der aktuellen HCV-Welle neue Aktualität. In unserem HCV-Special ab Seite 14 thematisieren wir neben den wichtigsten Infos über effektive Therapiemöglichkeiten also auch die Ursachen für die Infektionswelle. Unter dem Motto „HIV History“ geht es ab Seite 22 noch weiter zurück. Wir unternehmen eine Zeitreise zu den Anfängen des HI-Virus in Afrika. Neue Erkenntnisse sind dabei garantiert. Solche haben in der Vergangenheit immer zu einem besonneneren Umgang  mit Krankheiten geführt. Damit sie es auch in Zukunft tun, gibt  es die M+. Denn: Gerade bei sexuell übertragbaren Krankheiten  erschweren noch immer Stigmata den offenen Umgang.

Dafür  ist unser Mann vom Cover das beste Beispiel. Florian Klein, den viele unter seinem Pornopseudonym Hans Berlin kennen, lebt schon seit 13 Jahren mit HIV. Er kommt gut mit der Infektion klar, da er aber lange Bedenken hatte, dass sein Umfeld nicht damit  klarkommt, hat er sich erst jetzt zu einem HIV-Coming-out auf Facebook und im Elternhaus entschieden. Wie es gelaufen ist,berichtet er im Interviewporträt ab Seite 8.

Zum kostenlosen Heft-Download geht es hier lang! 

Titelfoto: Ralf Rühmeier


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