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Deutscher Meister der Herzen

Werder Bremen kämpft gegen Homophobie

Gleich beim Besuch der Vereinshomepage werder.de stellt der Tabellenneunte klar: „Wir sind Werder, wir sind bunt. Für Integration und Vielfalt.“ Anlässlich des heutigen Spiels gegen den 1. FSV Mainz 05 (Anpfiff 15.30 Uhr) will der Verein ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung setzen und mit zahlreichen Aktionen rund um das Spiel und das Stadion deutlich machen: „Beim SV Werder wird im Trainings- und Spielbetrieb und im Vereinsleben insgesamt das ganze Jahr hindurch Integration aktiv gelebt”, so Präsident und Geschäftsführer Dr. Hubertus Hess-Grunewald.

Eckfahnen mit Regenbogen

Die Fans haben eine Choreographie gegen Homophobie vorbereitet, auch werden die Eckfahnen gegen regenbogenfarbene Exemplare ausgetauscht. Darüber hinaus werden die Profis eine Anti-Diskriminierungs-Plakette der Bundesliga auf dem Ärmel tragen. Außerdem gibt es rund um das Stadion ein Rahmenprogramm mit Mitmach-Aktionen. Im Fanshop wird ein besonderes Aktions-Shirt verkauft und der Erlös zu gleichen Teilen dem „Rat und Tat Zentrum für Schwule und Lesben e.V.” sowie der „AIDS-Hilfe Bremen e.V.” gespendet.

Werder Bremen kämpft vorbildlich gegen Homophobie

Werder Bremen, zuletzt im Jahr 2004 Deutscher Meister, ist seit Jahren ganz vorne beim Kampf gegen Schwulenfeindlichkeit dabei. Sie waren die ersten, die die von der Hirschfeld-Stiftung initiierte „Berliner Erklärung: Gemeinsam gegen Homophobie“ unterzeichnet haben. Die Bremer haben auch gemeinsam mit Thomas Hitzlsperger, der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, dem Deutschen Fußballbund (DFB) und Fanorganisationen im Februar die neue Homepage zur Bildungs- und Forschungsinitiative gegen Homophobie im Sport vorgestellt: „Fußball für Vielfalt“.

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Foto: Kriss Rudolph

Hintergrund der Forschungsinitiative: Man weiß zu wenig über Homophobie im Sport, über Fußball im Besonderen. Belastbare Daten soll in den nächsten Jahren Prof. Martin Schweer von der sportpsychologischen Beratungsstelle „Challenges“ der Uni Vechta liefern. Man will Bildungsmaßnahmen mit Vereinen durchführen, auch mit homosexuellen Sportlern (Angebote auf Fußball für Vielfalt). Man muss, so Schweer, in die Vereine hineinkommen und den „Hebel umlegen“.

Foto: werder.de


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