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Futtern wie ein Steinzeitmann

Paleo setzt auf Kraftfutter für moderne Neandertaler

Auf unserem industrialisierten Planeten leben gegenwärtig mehr Übergewichtige als Unterernährte. Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Karies, Zöliakie, Akne oder Neurodermitis sind in unserer westlichen Gesellschaft weit verbreitet – unsere moderne Ernährung trifft eine Mitschuld. Eine Alternative bietet die Paleo-Ernährung. Paleo – die „Steinzeitdiät“ – basiert auf einer Ernährung, die Essgewohnheiten aus der Steinzeit durch heute verfügbare Lebensmittel nachahmt. Mammuts müssen also nicht erlegt werden … Obst, Gemüse, Nüsse, Beeren, Geflügel, Fisch und Fleisch bleiben erhalten. Keine Nudeln, keinen Reis, kein Brot, nicht mal eine Stulle auf dem Weg zur Arbeit. Getreide- und Mehlwaren, raffinierter Zucker und Milchprodukte, alle fliegen raus.

Dass moderne Steinzeitmenschen auf Kuchen und Süßes verzichten, wird gern akzeptiert, aber gerade (Voll-)Kornprodukte seien doch so unglaublich gesund. Pustekuchen! Der Weizen, den wir heute konsumieren, ist eine Mutation, die durch experimentelle Kreuzung verschiedener Süßgräser entstand. Also über Bord mit der Brotmahlzeit. Energie ist für den Körper lebenswichtig. Er erzeugt sie auch ohne Pumpernickel – aus Eiweiß und Fett.

Wie jede Ernährungsumstellung fordert die Paleo-Ernährung Disziplin. Gerade in den ersten Tagen sind Müdigkeit und Magenknurren ständige Begleiter. Man fühlt sich unterzuckert und durchlebt regelrechte Entzugserscheinungen. Kein Wunder: Zucker löst im Gehirn die gleichen Reaktionen aus wie Kokain oder Nikotin. Aber spätestens nach zwei Wochen ist der der Entzug überstanden – Körperbewusstsein ahoi!

Leider ist die Steinzeitdiät ein teurer Lifestyle. Mehl, Zucker, Reis und Pasta kosten praktisch nichts – frisches Gemüse, Obst und gutes Fleisch hingegen schon. Und sie ist relativ einseitig, weil die Zutatenliste ganz klar begrenzt ist.

Titelfoto: Dennis Stephan


2 Kommentare

  1. m

    Ich sage: Woher wollen wir eigentlich so genau wissen, wie sich Steinzeitmenschen ernährt haben? Kochbücher aus der Zeit gibt es nicht und auch die Hinterlassenschaften dürften nur für eingeschränkten Erkenntnisgewinn sorgen.

    Aber viel interessanter im Moment finde ich: Liest hier überhaupt jemand aus der Redaktion mit? Das scheint mir hier eine ziemliche Einbahnstrasse zu sein. So richtige traditionelle Rollenverteilung, journalistisch gesehen. Ein wenig enttäuschend, gibt man sich hier doch immer so Supi-Progressiv und so.

  2. Gerti Lange

    Ein Mann soll ein Mann sein ! Männer sollen Fleisch essen. Auch mit normalen Diät kann man kein Übergewicht haben. Mein Mann nimmt Piperine Forte und hat einen normalen Gewicht.


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