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Homo-Beziehungen anerkennen!

Europäischer Gerichtshof rüffelt Italien

BREAKING NEWS: Vor wenigen Minuten wurde bekannt, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte heute Morgen einstimmig beschlossen hat, dass Italien gesetzeswidrig handelt und gegen die Menschenrechte verstößt, indem es jede Art von rechtlicher Verbindung zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern (sei es die Eingetragene Partnerschaft oder die Eheöffnung) verbietet.

Das Urteil ist historisch, ist es doch das erste Mal in der Geschichte, dass die rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen direkt vom Europäischen Gerichtshof vorgeschrieben wird. Nun muss Italien handeln.

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Der „Kleine Mann” hat gewonnen

Die Entscheidung geht auf den Fall „Oliari and Others v. Italy“ zurück. Insgesamt haben sechs Männer (allesamt in Italien geboren und zwischen 56 und 39 Jahre alt) vor einigen Monaten Klage gegen den Staat eingereicht, nachdem dieser ihre Beziehung zu dem festen Partner – alle Männer lebten seit Jahren, zum Teil seit Jahrzehnten, in einer fixen Partnerschaft – rechtlich in keinster Weise anerkennen wollte.

Schon seit 2004 wird das Thema der gesetzlichen Anerkennung homosexueller Paare in Italien auf politischer Ebene stark diskutiert und in den Medien thematisiert – bisher ist ein Gesetz jedoch stets gescheitert. Die Politik würde sich hinter der Kirche, sprich: dem Vatikan, der sich vehement gegen jede Art von Verbindung zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren stellt, verstecken, so die Kritik vieler Aktivisten. Ministerpräsident Matteo Renzi der Mitte-Links-Partei Partito Democratico kündigte 2014 einen weiteren Anlauf an, in Italien ein Lebenspartnerschaftsinstitut für gleichgeschlechtliche Paare zu ermöglichen. Sein Koalitionspartner NCD kündigte dagegen heftigen Widerstand an. Renzis Partei kämpft zudem seit Jahren um die Erweiterung des „Gesetzes Mancino“, welches Diskriminierung und Gewalt aus rassistischen, ethnischen, religiösen oder nationalistischen Gründen als „kriminellen Hass“ tituliert und bestraft. Homophobie ist in diesem Gesetz nicht inkludiert – und das, obwohl Italien für seine homophoben Gewaltakte bekannt ist.

Dank des Entschlusses des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte ist die Chance größer denn je, dass Italien endlich ein toleranteres Land wird. Noch ist keine Reaktion seitens des Vatikans bekannt.

Foto: ILGA-Europe


18 Kommentare

  1. Pi Na

    Solche Aussagen beweisen nur dass, was man von sich selbst denkt!man muss andere beleidigen um sich selbst hervorzuheben…schwach sehr schwach!!!nun ja….Toleranz ist ein wichtiger Wert…Den können nicht alle für sich verbuchen ….Moral und Werte leider auch nicht!!!


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