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Irland: Freie Wahl des Geschlechts

Gesetz wird von Trans-Aktivisten gefeiert

Die Trans*-Nachricht, die heute um die Welt ging, ist: Caitlyn Jenner hat bei den ESPY-Awards eine großartige, engagierte Rede gehalten und sah dabei toll aus. Die eigentliche, politisch wirksame Nachricht des Tages für Transsexuelle geht dabei leider unter: Das irische Parlament hat gestern Abend, nur wenige Wochen nach der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in dem katholischen Land, eine politische Großtat für die Ts in LGBTI vollbracht. Diesmal ganz ohne Volksentscheid: Es verabschiedete die „Gender Recognition Bill“.

Eins von vier Ländern weltweit

Irland wird damit, wenn das Gesetz im September die Unterschrift des irischen Präsidenten bekommt, eins von nur vier Ländern weltweit sein, in denen erwachsene Personen über ihr Geschlecht auf allen offiziellen Dokumenten und Formularen selbst entscheiden können, ohne dazu Bescheinigungen von Ärzten oder Psychiatern vorlegen zu müssen. Das heißt auch, dass sich niemand mehr operieren lassen muss, um offiziell als Frau oder Mann anerkannt zu werden, auch wenn sein Körper nicht den allgemeinen Vorstellungen von diesem Geschlecht entspricht. AktivistInnen feierten ihren Sieg vor dem Parlamentsgebäude in Dublin. Broden Giambrone vom Transgender Equality Network Ireland sagte zu „GayStarNews“: „Das ist ein historischer Moment für unsere Community. Vom Staat anerkannt zu werden, als und für das, was wirklich sind, heißt, wir existieren in den Augen dieses Staates, so wie wir sind. Das kann man gar nicht überbewerten.“

„Das kann man gar nicht überbewerten“

In 17 europäischen und 23 Ländern weltweit müssen sich Transsexuelle nach wie vor sterilisieren lassen, bevor sie eine Geschlechtsangleichung vornehmen lassen können. In vielen müssen sie sich scheiden lassen, wollen sie ihr Geschlecht offiziell anerkennen lassen, um so Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren zu vermeiden. Länder, die ein drittes Geschlecht in ihrer Gesetzgebung zulassen, sind unter anderem Indien, Pakistan und Bangladesch.


1 Kommentar

  1. Karl Ernst von Hallmackenreuther

    Man muss sich schon fragen, ob die Iren noch alle Tassen im Schrank haben. Völlig diesem Genderirsinn verfallen. Die neue gefährliche Ideologie.


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