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Zum Schmelzen: KYLIE bei MELT!

Kylie Minogues Show beim Melt-Festival im Fotoreview

Es ist bereits eine Viertelstunde nach Mitternacht, als der Kylie-Schriftzug auf der Großbildleinwand erlischt, das Bühnenlicht aufflammt und Tänzerinnen mit Krücken  auf die Bühne kriechen. Ein bisschen fühlt man sich an die Stelzentänzer in Madonnas MDNA-Show erinnert, aber natürlich ist das hier alles etwas netter. Minogue macht eine Show, die auch in Las Vegas oder als Broadway-Spektakel funktionieren könnte. Reizende Choreografien, tolle Kostüme, sehr liebevolle Background-Videos. Dass es in dieser Nacht trotz all dem optischen Chichi nur um eine Person geht, machen nicht nur die wiederkehrenden „Kylie, Kylie“-Rufe aus dem Publikum deutlich, sondern auch eingangs erwähnter Schriftzug – der nach dem Opener „Better the Devil You Know“ von Tänzern als Buchstabeninstallation auf die Bühne „gebaut“ wird.

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Gib mir ein K! Gib mir ein Y! Gib mir ein L! Gib mir ein I! Gib mir ein E! Was kommt dabei heraus? KYLIE!

Musikalisch gibt es einen fast vollständigen Querschnitt durch das Oeuvre der australischen Popqueen. Von den ganz frühen Liedern („I Should be so Lucky“ singt sie teilweise a Capella) über die großen Hymnen „Your Disco Needs You“ und „Can’t get You out of my Head“ bis hin zu nicht ganz so populären Singles wie „Kids“ und „Wow“ ist alles dabei.

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Make you go Wow! Kylie und ihre Background-Girls Roxy und Lucy

Ein Konzert zum aktuellen Album „Kiss me Once“ ist die Show ausdrücklich nicht. Von der Platte wird nur ganz zum Schluss die Single „Into the Blue“ gespielt. Der Rest sind Klassiker. Aber nicht nur die eigenen. Es wird auch gecovert. Minogue bietet eine schön auf sie zugeschnittene Version des Kim-Carnes-Hits „Bette Davis Eyes“ dar, sie singt „Celebration“ von Kool & The Gang und – eine Premiere – die englische Version von „99 Luftballons“, die sie vom Notenblatt abliest. Der Song ist ein Geschenk an die deutschen Fans und vielleicht eine kleine Wiedergutmachung für die ausgefallenen Konzerte im vergangenen Herbst. Der Augenblick, in dem sowohl Kylie als auch die Fans nach den letzten Takten rote Herzluftballons in den Himmel über Ferropolis steigen lassen, ist einer der intimsten und emotionalsten des sonst aufs hervorragendste bunten Konzerts.

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„Celebrate Your Time Come on!“ – Kylie und die Power Rangers

Während Kylie selbst im roten Leopardenanzug, im glitzernden Fransenkleid und im goldenen Einteiler auftritt, schlüpfen ihre Tänzer in die Kostüme von Spielzeugsoldaten, Power-Rangers und sexy Science-Fiction-Gestalten. Entsprechend zackig sind die Choreografien, die das Ensemble mit sichtbarem Spaß und großer Leichtigkeit durchtanzt. Der Fantasymarsch zu „Your Disco Needs You“ steht den Duplikationen aus dem Video zum Song in punkto Dynamik in nichts nach. Im emotionalen Sinne hymnisch wird’s im letzten Song vor der Zugabe. „All the Lovers“ widmet Kylie den Liebenden in aller Welt. Wie das gemeint ist, verdeutlichen Videoeinspieler, die bewegte Skizzen von küssenden Menschen (vor allem Männern) vor einem rotierenden Globus zeigen. Das ist das explizite Bekenntnis zu den schwulen Fans, das in jeder Kylie-Show mit drin ist. Grandiose Sache. Das Warten hat sich gelohnt. Und die ausgefallenen Konzerte sind vergeben. Kylie! Kylie!

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„All the Lovers“ singt Kylie als schwule Hymne!

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