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Wegen Ehe-Kurs: LSU im CSD-Streik

Muttis gayle Truppe ist enttäuscht

Auf den CSDs in Braunschweig (beginnt am kommenden Freitag mit dem Straßenfest) und Hamburg (1. August) wird man in diesem Jahr die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) vergeblich suchen – und sei es nur, um sie wahlweise nach Merkel-Art mitleidig zu streicheln oder zu fragen, wie sie es eigentlich aushalten, in einer Partei, die sie als Menschen zweiter Klasse behandelt.

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LSU will nicht mehr gescholten werden

Der Vorsitzende des LSU Regionalverbands Nord, Christian Röbcke-Gronau erklärte jetzt überraschend: „Die Mitglieder der LSU Nord haben schlicht kein Einsehen mehr für die zögerliche Haltung der Bundes-CDU zur Gleichstellung von Eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe, um dann für diese Haltung auf den CSDs vor Ort gescholten zu werden.”

Das Unverständnis in der LBGTI-Community zur Haltung der Bundesspitze der Union könne man nachvollziehen, hieß es weiter. Den Ärger der Wähler und Anhänger sollen darum jetzt auf den Homo-Feiertagen im Norden andere entgegen nehmen.

Beschimpfen lassen sollen sich jetzt andere aus der CDU

„Bis zum Kurswechsel in der Union werden wir die Organisation der Info-Stände auf Veranstaltungen der Community künftig den jeweiligen Ort- und Stadtverbänden sowie Mandatsträgern der Union empfehlen, statt sie selbst durchzuführen, sie bei Bedarf aber natürlich jederzeit unterstützen. In Oldenburg hat das durch Eigeninitiative des CDU Stadtverbands und dem dortigen RCDS hervorragend funktioniert.”

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LSU Nord beim CSD in Hamburg (2014)

 

Man verweist auf die Guten in der CDU

Röbcke-Gronau betont zwar, dass die Hamburger CDU-Bundestagsabgeordneten JürgenKlimke und Rüdiger Kruse (beide Hamburg) sich für die vollständige Gleichstellung stark machten. Dass die Hamburger CDU in der Vergangenheit gezeigt habe, dass sie „durchaus offen” für die Belange der LBGT-Community sei. Hervorzuheben sei „der kürzliche Beschluss der Kieler CDU-Landtagsfraktion zur vollständigen Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe”. Hier zeigt sich allerdings, dass man auch in der LSU Nord offenbar noch an der Eingetragenen Partnerschaft festhält. Doch ob sie nun rechtlich mit der Ehe gleichgestellt ist oder nicht – die Institution der Partnerschaft bliebe immer das Symbol der Ungleichbehandlung und gehört abgeschafft.

LSU gibt sich hoffnungsvoll

Aber auch wenn für die Gleichstellung streitet, zu der Adoptionsrecht für Schwule und Lesben unerlässlich gehört: Wenn die kinderlose Kanzlerin Merkel und ihr kinderloser Fraktionschef Kauder bremsen, kommt man eben nicht ans Ziel. Trotzdem gibt man sich in der LSU Nord zuversichtlich:

„Wir geben nicht auf, zu hoffen, dass die jüngsten Signale, die vom Volksentscheid in Irland oder der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA zur Ehe für alle ausgegangen sind, endlich auch in der Union ankommen. Um diese Signale zu unterstützen, werden wir weiterhin mit besten Kräften innerhalb der CDU arbeiten.”

 

Titelfoto: anahtiris / Shutterstock.com


10 Kommentare

  1. Jens Rödiger

    Die LGBTI-Gemeinde, in den Organisationen überwiegend links orientiert, lässt ja ohnehin kaum andere Meinungen zu. Da ist ja manchmal selbst die CDU liberaler. Im Übrigen sind 60 % der CDUler für die Homo-Ehe, hinzu kommen dann noch die, die unentschlossen sind. Der Generalsekretär unterstützt uns, ebenso viele Mitglieder des Präsidiums.

  2. Tim Alberts

    CDU und Homosexualiät passt in etwa so zusammen wie Die LINKE und Demokratie !
    Sorry Jungs ich verstehe euch nicht…wie kann Mann für die CDU auf die Straße gehen ???

  3. Philipp Büscher

    Wir gehen ja nicht für die CDU auf die Straße sondern nur unter ihrer Schirmherrschaft, es ist doch schon erstaunlich genug das wir überhaupt zugelassen werden von der CDU. Sie stellt sich auch den Fragen und Konfrontationen innerhalb der Partei. Wir wollen einfach nur für unsere Rechte eintreten. Das man sich nicht unbedingt immer einer Meinung ist und den Dialog sucht zeugt doch von gelebter Demokratie

  4. Konstantin Johannes Van Der Beek

    Ha! Nur weil ich es nicht verstehen kann, dass man als Schwuler MitGlied in einer homophoben Partei ist? Das ist ja, als wäre man als Jude in der NSDAP gewesen oder als „Neger” in de NPD. Und überhaupt …. WAS hat die LSU denn bisher erreicht, außer Sprüche zu klopfen und auf CSDs auf Seelenfang zu gehen? Ich kann da nichts erkennen.


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