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Mexiko: Adoption jetzt erlaubt

Verfassungsgericht stimmt mit neun zu eins gegen Verbot

Das oberste Verfassungsgericht von Mexico hat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch entschieden, dass ein Gesetz im Bundesstaat Campeche, das Adoptionen durch homosexuelle Paare verbietet, verfassungswidrig ist. Damit ist im gesamten Land der Weg für gleichgeschlechtliche Paare geebnet, Kinder zu adoptieren, wenn sie das wollen. Allerdings müssen hier von den Gerichten noch klare Regelungen gefunden werden. Das Urteil war mit neun zu eins Stimmen überraschend deutlich ausgefallen. Auch der Vorsitzende des Verfassungsgericht stimmte gegen das Verbot.

Mexikanische Aktivisten begrüßten die Entscheidung und haben nun ein Argument mehr für ihren Kampf um die Öffnung der Ehe, mit der noch in diesem  Jahr landesweit gerechnet wird. Das ist schon deswegen nötig, um ein regionales Wirrwarr aus sich inzwischen teils klar widersprechenden Verordnungen zu beseitigen. Im Juni hatte das Verfassungsgericht entschieden, alle Paragrafen, die die Ehe als eine Gemeinschaft zwischen Mann und Frau definieren, seien nicht verfassungskonform. Trotzdem war deswegen nicht im ganzen Land die Ehe geöffnet, weil die konkrete Umsetzung von Gesetzen, der jeweiligen Regionalgerichtsbarkeit unterliegt. In der Hauptstadt Mexiko-City, können gleichgeschlechtliche Paare schon seit sechs Jahren heiraten, anderswo im Land ist die Ehe aber noch nicht geöffnet.

Foto: Das Oberste Verfassungsgericht von Mexiko (Bild:Thelmadatter/Wikimedia Commons)


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