Richard_Blanco

Schwuler Dichter eröffnet Botschaft

Richard Blanco rückt die USA und Kuba zusammen

Als Richard Blanco im Januar 2013 sein Gedicht „One Day” bei der zweiten Amtseinführung von Präsident Obama vortrug, war das eine vierfache Premiere: Blanco war der jüngste „Inaugural Poet” aller Zeiten, der erste, der nicht in den USA geboren worden war, der erste hispanischer Abstammung und der erste offen schwule Dichter, dem diese Ehre je zuteil geworden war. Der Präsident hatte ihn sich selbst ausgesucht – Blanco hätte nicht stolzer sein können.

Der wichtigste Tag in seinem Leben war das allerdings nicht, findet er. Der ist morgen, Freitag, der 14. August 2015. Denn da wird Blanco bei der Eröffnung der ersten amerikanischen Botschaft in Kuba in fast 60 Jahren, ein Gedicht vortragen, das er speziell für diesen Anlass geschrieben hat. Das ist aufregend: „Mein Herz war immer gespalten: zwei Länder, zwei Traditionen, zwei Loyalitäten”, sagte er dem Fernsehsender MSNBC. „Das Gedicht wird auch mir ganz persönlich dabei helfen, in meinem Inneren Frieden zu stiften. Aber erst einmal soll das Gedicht dabei helfen, Amerikaner und Kubaner einander verstehen zu lassen. Wenn wir einen emotionalen Waffenstillstand erreichen, wäre das schön.” Auf Facebook wird er noch etwas deutlicher: „Ich fühle mich geehrt, bin hoch erfreut und zutiefst berührt davon, zu diesem Moment der Verständigung beitragen zu können.”

Richard Blanco liest „One Day” während der zweiten Amtseinführung von Präsident Obama:

Bild: Sam Farzaneh/Wikicommons


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