Wie homophob ist Lissabon?

Wie schön! So geht es auch.

In den letzten Wochen sind Videos von schwulen Paaren, die Hand in Hand durch große Städte laufen, vor allem dazu benutzt worden um zu illustrieren, wie homophob die Welt noch ist. In Kiew und in Moskau wurden die Paare bedroht und angegriffen, beschimpft und mit homophoben Schmähungen überhäuft. Die Reaktionen in einem Video aus Jerusalem, das gestern die Runde machte, waren ähnlich.

Lorenzo und Pedro liefen drei Tage Hand in Hand

Es gibt allerdings auch positive Gegenbeispiele. Lorenzo und Pedro, ein portugiesisches Paar, wollten selber herausfinden, wie homophob ihre Hauptstadt Lissabon ist. „Wir sind eigentlich nicht der Typ Paar, der in der Öffentlichkeit Händchen hält. Aber wir waren drei Tage lang nach Lissabon so unterwegs. Und die Ergebnisse machen uns sehr stolz auf unser Land.“ Denn anders als in Israel oder Russland begegnete Lorenzo und Pedro keinerlei Homophobie: „Die Leute haben geguckt, klar. Aber freundlich. Und das war wohl, weil ich so groß bin und Pedro viel kleiner, nicht weil wir zwei Männer sind. Wir fallen optisch auf. Keiner hat uns beschimpft, keiner hat etwas Negatives gesagt, aber viele Leute haben uns ermutigt und fanden es super, dass wir das machen“, erzählen die beiden. „Das hatte einen komischen Effekt. Wir laufen jetzt auch ohne Kamera viel mehr Hand in Hand. Weil wir uns plötzlich sicher fühlen und keine Angst mehr haben, dass Leute uns als Paar wahrnehmen.“ Wie schön.

Bild: shutterstock/Arseniy Krasnevsky


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