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Mugabe: „Wir sind keine Schwulen“

Simbabwes Präsident brüskiert die UNO

Simbabwes Präsident Robert Mugabe sorgte am Montag Abend bei einer Rede vor der UNO-Vollversammlung für Gelächter und Kopfschütteln, weil er seine Redezeit nutzte, um sich gegen „neue Menschenrechte“ auszusprechen, nämlich die Rechte sexueller Minderheiten.

„Wir weigern uns, das zu politisieren“

Mugabe sagte: „Der Respekt und der Einsatz für die Rechte aller Menschen ist in der UN-Charta festgeschrieben. Jedoch: Nirgends in der Charta wird einigen das Recht gegeben, über andere zu urteilen. Deswegen weigern wir uns, zur Politisierung dieses Sachverhalts beizutragen und wehren uns gegen Doppelstandards, deren Opfer diejenigen sind, die sich ihre eigenen Gedanken machen und unabhängig bleiben wollen und sich nicht darum kümmern, was die Rädelsführer unserer Zeit zu sagen haben. Dazu gehört auch, dass wie das Einführen von ’neuen Rechten‘ ablehnen, die unseren eigenen Werten, Normen, unseren Traditionen und unserem Glauben widersprechen.“ Was er eigentlich meinte, wurde erst in einem kurzen Nachsatz klar: „Wir sind keine Schwulen“, sagte der 91-Jährige, der Homosexuelle auch schon mal mit Hunden gleichsetzt, unter dem Gelächter einiger Abgeordneten. „Zusammenarbeit und Respekt füreinander wird die Sache der Menschenrechte weltweit voranbringen, das Ausmachen von Bösewichten und Doppelstandards werden das nicht.“

Obama: „Freiheit bedeutet auch Freiheit zu lieben“

In Simbabwe wird einvernehmliche Homosexualität mit hohen Gefängnisstrafen geahndet. Auch Küsse oder Umarmungen unter Angehörigen des gleichen Geschlechts sind verboten. Gestern hatten sich schon der russische Präsident Putin und der Außenminister von Saudi-Arabien in der Vollversammlung dagegen gewehrt, dass das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung auf sexuelle Identität ausgeweitet würde und Homosexualität nicht als Verbrechen eingestuft werden darf. US-Präsident Obama sagte dagegen, Länder könnten nur wirklich frei sein, wenn sie ihren Bürgern die Freiheit lassen würden, zu lieben wen sie wollen.

Bild: Shutterstock/Osugi

 


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