Sam Smith singt James-Bond-Thema

Seid Ihr gerührt - oder ist Euch zum Schütteln?

2015 ist definitiv das Jahr von Sam Smith. Erst räumt der Brite bei den Grammy Awards vier Trophäen ab – unter anderem als bester neuer Künstler des Jahres -, dann bekam er seinen wächsernen Doppelgänger bei Madame Tussaud’s, und nun darf er auch noch den neuen James-Bond-Song singen. Damit dürfte er sogar Nummer 1 in seiner Heimat werden werden. Die britischen Buchmacher machten das Lied „Writings on the wall“ sofort zum Favoriten für Platz 1 der Charts – was zuvor kein Bond-Song geschafft hat. „Goldfinger“ von Shirley Bassey schaffte im Jahr 1964 zwar in Japan Platz 1, aber in Großbritannien nur die 21. Madonna kam 2002 immerhin auf Platz 3 mit „Die another day“, und Adeles „Skyfall“ erreichte 2012 Platz 2.

So weit, so gut? Der Bond-Song, den der schwule Singer/Songwriter Smith nach eigenen Angaben in nur 20 Minuten geschrieben hat, wird sehr unterschiedlich aufgenommen. Manche spotten, er klinge nach nur 5 Minuten. Wieder andere meinen, man hätte den Job besser Paul McCartney oder gar Conchita Wurst machen lassen.

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Andere dagegen halten den Song direkt für einen Klassiker.

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Auch Ex-James-Bond-Darsteller Sir Roger Moore ist recht angetan von „Writing’s On The Wall“ – der Song sei „sehr eindringlich und wundervoll orchestriert.“

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Die BBC glaubt hingegen, Ähnlichkeiten mit Michael Jacksons „Earth Song“ zu vernehmen und hat die beiden Stücke gegeneinander gestellt, wie oben zu hören ist.

Der dümmste Kommentar von allen steht in der SZ. Dort nennt man den Song „fad“ und urteilt: „Mit seiner Countertenor-Stimme klingt Smith obendrein wie eine Frau und bricht endgültig mit dem Mythos, Bond sei der Inbegriff des Männlichen.“

Sam Smith muss das nicht stören. Als er heute aufgewacht ist, twitterte er aufgeregt: „‚Writing’s On The Wall‘ ist schon Nummer 1 bei iTunes.“

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Hier geht’s zum Film:

 


8 Kommentare

  1. Richard Palermo

    Aus dem, was auf dem Papier da ist – und das ist in der Tat sehr wenig bis nichts – haben der Arrangeur und Sam Smith eine sehr emotionale und berührende Nummer gemacht.
    Schade, weil man ahnt, dass bei besserem Material wirklich was Großartiges hätte entstehen können.


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