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Schwedischer Musiker überfallen

Andrés Esteche wurde in einem Stockholmer Szeneviertel verprügelt

von Fabian Schäfer

Der 39-jährige Sänger Andrés Esteche und sein Begleiter wurden in der vergangenen Woche mitten in Stockholm überfallen. Sie waren auf dem Weg nach Hause vom beliebten Schwulenclub „Wonk“, als drei Männer sie von hinten angriffen, berichtet das schwedische LGBT-Magazin QX. Die beiden Männer waren zuerst bei einem Schlagerquiz, gingen dann in den Schwulenclub „KingKong“ und zogen schließlich weiter ins „Wonk“. Der Club liegt im zentralen Stockholmer Stadtteil Norrmalm in der Kungsgatan, wo immer etwas los ist: Hier reihen sich Pubs, Bars, Clubs und Kinos aneinander.

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Foto: privat

Als sich die zwei Freunde auf den Heimweg machten, überraschten sie nur wenige hundert Meter vom Club entfernt drei Männer. „Es war furchtbar“, sagte der Sänger dem Magazin QX. „Sie waren unfassbar aggressiv und gingen methodisch vor. Ich bekam einen kräftigen Schlag und rannte dann schreiend weg, um Hilfe zu suchen. Doch einer der Typen verfolgte mich.“ Die anderen beiden schlugen auf Andrés Begleiter ein. Selbst als der zu Boden fiel, traten sie ihn weiter. Zum Glück kam schnell ein Türsteher von einer anderen Diskothek zur Hilfe. „Ich bin überzeugt: Wäre er nicht aufgetaucht, hätte der Typ mich zu Tode geschlagen“, sagte Andrés Esteche. Etwa 25 Schläge habe er bekommen, sagte er der schwedischen Boulevardzeitung Aftonbladet.

„Richtig komisch war, dass alle drei die ganze Zeit ganz still waren“, erinnert sich der 39-Jährige weiter. „Es fühlte sich an, als wären sie von der Mafia. Sie waren so verdammt grob. So extrem.“ So schnell die Angreifer anfingen, so plötzlich verschwanden sie auch, als sie den Türsteher gesehen haben. Die Polizei war schnell vor Ort, konnte die Täter aber nicht finden.

„Heterosexuelle Hooligans” im Club

Der Schlagersänger hat danach ein Selfie in seinem privaten Instagramprofil gepostet. „Er nahm mir mein Auge, aber nicht meine Stimme“, schrieb er dazu. Er vermutet, dass die Tat etwas mit anderen Vorfällen im „Wonk“ zu tun haben könnte: Am selben Abend war plötzlich eine Gruppe „heterosexueller Hooligans“, wie Esteche sagt, in den Club gekommen und hatte die Tanzfläche übernommen. Die Stimmung unter den Gästen war deshalb ziemlich schlecht. Andrés und Stefan  beschwerten sich beim Türsteher darüber, als sie den Club verlassen haben.
Joe Nilsson, der Besitzer des „Wonk“, war zur Tatzeit in Miami. Nach seinen Informationen waren es keine seiner Gäste, die Andrés und Stefan verprügelt haben, und die „Hooligans“ seien Schwule gewesen. Die laut Andrés „deutlich homophobe Attacke“ endete für die beiden im Krankenhaus.
Der Schlagersänger ist in Schweden vor allem bekannt, weil er 2003 und 2004 beim Melodifestivalen teilnahm, dem Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Außerdem war er Teil der ersten Staffel von „Fame Factory“, einer Reality- und Castingshow auf dem schwedischen Kanal TV3.

Titelfoto: rfsl.se


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