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Clinton: Trans* zum Militär!

Hillary erklärt ihre Strategie für LGBTI-Gleichberechtigung

Es ist noch mehr als ein Jahr, bis in den USA am 8. November 2016 über die Nachfolge von Präsident Obama entschieden wird. Der Wahlkampf läuft allerdings längst auf Hochtouren. Dazu gehört auch, dass die Kandidaten sich bei Minderheiten beliebt machen, womit die Republikaner wegen ihrer oft homophoben und fremdenfeindlichen Positionen derzeit wenig Glück haben.

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Ganz anders die Demokraten. Sowohl Vize-Präsident Joe Biden, wie auch die ehemalige Außenministerin und momentane Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, nutzten das jährliche Galadinner der Human Rights Campaign, der wichtigsten LGBTI-Organisation der USA, um ihre Standpunkte unmissverständlich klarzumachen. Clinton sagte am Samstag Vormittag vor rund 800 Aktivisten: „Es wäre schön, wenn wir uns nach dem Urteil des Obersten Verfassungsgerichts über die Öffnung der Ehe einfach mal zurücklehnen könnten. Ein bisschen entspannen, sich ein paar orange Schuhe anziehen (die sie gerade trug A.d.R.), einfach Spaß haben und sich über das Erreichte freuen. Aber soweit sind wir noch nicht. Es gibt immer noch Beamte, die eure Rechte nicht anerkennen und Politiker, die nur darauf warten, sie euch wieder abzunehmen. Es gibt noch zuviele Orte an denen Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans* diskriminiert oder mit Gewalt bedroht werden.“

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Clinton setzte sich in der halbstündigen Rede mit dem ganzen Spektrum von LGBTI-Themen auseinander, von CSDs („Da hat man Spaß. Ich war schon als First Lady dabei.“) über das anstehende Antidiskriminierungsgesetz („Das muss endlich verabschiedet werden!“) bis zum Recht von Transsexuellen offen im Militär zu dienen, was ihnen bislang verboten ist. („Eine absurde, altmodische Regelung, die wir schnellstmöglich abschaffen müssen. Jeder der das möchte, sollte der US-Armee angehören dürfen. Ganz unabhängig von seiner sexuellen Orientierung und seinem Geschlecht.“) Unterstützt wurde die Rede durch ein halbes Dutzend Tweets an Clinton 4,5 Millionen Twitter-Follower, in denen ihre wichtigsten Forderungen noch einmal zusammengefasst wurden.

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Während Vizepräsident Joe Biden diese Forderungen abends auf dem Gala-Dinner der HRC noch einmal wiederholte und ausbaute, machte Clinton sich zeitgleich in der Comedy-Sendung „Saturday Night Live“ über sich selbst lustig: Als Barkeeperin „Val“ hörte sie der Schauspielerin Kate McKinnon, die in der Sendung regelmäßig Hillary Clinton spielt, dabei zu, wie sehr es ihr selber leid tut, sich nicht früher für die Eheöffnung eingesetzt zu haben. „Ich hätte das viel früher unterstützen können“, sagte McKinnon als Hillary. „Das stimmt“, sagt Hillary als Val.

Bild: JStone/Shutterstock


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