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Demo für alle, Ausgabe 8

Bislang größte Kundgebung gegen Bildungsplan in Stuttgart

Am 13. März 2016 wird in Baden-Württemberg gewählt – und nach aktuellen Umfragen schafft es die Alternative für Deutschland ins Stuttgarter Landesparlament.  Das INSA-Institut – beauftragt von der BILD-Zeitung, veröffentlicht am vergangenen Freitag – sieht die AfD gar bei 8 %. Es ist Wahlkampf im Südwesten, daher durften AfD-Politiker wie die Bundessprecherin der „Christen in der AfD“, Anette Schultner, und Andreas Schumacher vom Bundesvorstand der Jungen Alternative auch nicht fehlen. Über 5000 Teilnehmer brachte die Kundgebung zusammen, die bislang beste Beteiligung – ein vermeintlicher Erfolg für die Organisatorin Freifrau Hedwig von Beverfoerde.

Die Leute werden mit Bussen herangekarrt.

Zum großen Teil „Demonstrationsvieh”, sagt Vereinsvorstand beim CSD Stuttgart, Christoph Michl, gegenüber MÄNNER. Jeder, der ein bisschen Organisationstalent besitzt, bekäme leicht 5000 Teilnehmer zusammen. „Die Leute werden mit Bussen herangekarrt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass da viele Stuttgarter auf der Straße waren”, so Michl. Es war die mittlerweile 8. Demo für alle, gegen die es auch heute wieder Gegendemonstrationen gab, mit einem Teilnehmerfeld, das allerdings nur ein Zehntel so groß war.

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Neben Mitgliedern der AfD nahmen auch Vertreter von CDU-Ortsgruppen und David Bendels, Mitbegründer der CSU-Basisbewegung „Konservativer Aufbruch“, an der Demo für alle teil, zu der das Aktionsbündnis „Für Ehe und Familie – Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder!” aufgerufen hatte – bei der Gegenkundgebung fanden sich dagegen Vertreter von Schwusos, Grünen und Linken. Ziel des Bündnisses ist es zu verhindern, dass Ehe und Familie „zu einer simplen sexuellen Variante unter vielen herabgewürdigt” werden. Die Gegner des Bildungsplans zogen für ihre Abschlusskundgebung zur Staatsoper.

Foto: Joe Bauet

Foto: Joe Bauer

Dort ließen Mitarbeiter, die die Oper nicht als Kulisse missbraucht sehen wollten, eine riesige Regenbogenflagge mit der Aufschrift „Vielfalt” herunter – gerade als die Teilnehmer der Demo für alle dort eintrafen.

Der Bildungsplan macht auch niemanden schwul oder hetero.

Was den umstrittenen Bildungsplan der Grün-Roten Landesregierung betrifft: Er wurde bereits an mehreren Schulen testweise angewendet – mit einhellig positivem Echo. Der Bildungsplan macht auch niemanden schwul oder hetero, und es werden auch nicht – anders als Kritiker immer wieder behaupten, die ihn als Anleitung zum „Pornounterricht” verleumden – sexuelle Praktiken durchgespielt.

Seit Mitte September läuft die Anhörung zur Bildungsplanreform. Noch bis Ende Oktober werden alle zur Anhörung frei gegebenen Fachpläne auf der Onlineplattform www.bildungsplaene-bw.de abrufbar sein.  Interessierte haben dort die Möglichkeit, Rückmeldungen und Hinweise zu den Bildungsplänen 2016 zu geben.

 

Fotos: Sven Tröndle


1 Kommentar

  1. meinemeinung

    Hallo Leute,
    ich muss hier mal Fragen, ob es bekannt ist, dass die Demo für alle nicht nur auf Stuttgart, sondern auf ganz Baden- Württemberg und Umgebung ausgelegt ist. Ist das hier nicht bekannt??
    Und wo liegt eigentlich das Problem, wenn Teilnehmer aus Oberschwaben oder dem Westallgäu , dem Odenwald, aus Baden oder Hohenlohe mit dem Bus anreisen? Das ist doch lobenswert, wenn nicht jeder Teilnehmer mit dem eigenen Auto rangekarrt kommt und die Stuttgarter Innenstadt noch mehr verstopft…geradezu vorbildliches, grünes Ökö- Verhalten, oder?? Das müssten sogar Brigitte Lösch und ihre Öko- Faschisten toll finden. Und es spart Kosten. Ich würde auch Bus- Transfer organisieren, um es einfacher zu machen. Es müssen nicht extra Leute rangekarrt werden um viele zu werden, die kommen schon von sich aus zur Demo. Bitte nehmt das zur Kenntnis.
    Ist auch sehr beeindruckend von Christoph Michl, die Demo- Teilnehmer , die zur Verteidigung ihrer Eltern-Erziehungsrechte nach GG und gegen Frühsexualisierung und Genderwahn auf die Straße gehen, als Demonstrationsvieh zu bezeichnen. Hier zeigt sich der wahre Geist und die CSD Nächstenliebe. Das Schlimmste an der ganzen Sache ist das Verhalten der vielen gewalttätigen Gegendemonstranten. Tut bitte alles dafür, dass das aufhört.


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