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Dilek Kolat gegen Homophobie

Die Berliner Senatorin ermahnt Flüchtlinge

Die Integrationssenatorin es Landes Berlin, Dilek Kolat (SPD), hat sich klar und deutlich gegen einen homophoben Übergriff positioniert, zu dem es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Lichterfelde gekommen war. Zwei 21- und 28-Jährigen schwule Männer, ein Paar, waren in dem Flüchtlingsheim am Ostpreußendamm mit drei anderen männlichen Bewohnern in Streit geraten. Sie wurden beleidigt und geschlagen, einer der Angeriffenen biss und würgte einen der Angreifer, der deswegen medizinisch versorgt werden musste.
Ich erwarte respektvollen Umgang
Kolat sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Auch von Geflüchteten erwarte ich, dass sie respektvoll mit gleichgeschlechtlichen Paaren umgehen.“ Die Senatorin wird für ihre homofreundliche und integrative Politik in der gesamten Szene geschätzt und war schon mehrfach Gast auf dem Berliner CSD und dem lesbischschwulen Straßenfest in der Motzstraße. Immer wieder setzt sie sich für ein friedliches Miteinander der verschiedenen Kulturen und Lebensweisen in Berlin ein. Auch für die Nachfolge von Klaus Wowereit als Regierende Bürgermeisterin, war sie für eine Weile gehandelt worden.
Anteil der LGBTI-Flüchtlinge groß
Es ist nicht das erste Mal, dass in der Hauptstadt homo- oder transsexuelle Flüchtlinge angegriffen werden. Offizielle Stellen haben keinerlei genaue Zahlen, gehen allerdings davon aus, dass der Anteil der Homo- und Transsexuellen unter den Flüchtlingen in Berlin größer ist als anderswo, weil die Stadt für ihr liberales und weltoffenes Klima und ihre große LGBTI-Community, mit Mitgliedern aus allen möglichen Ländern und Kulturen, weltweit bekannt ist. Die Berliner Aids-Hilfe forderte gegenüber dpa einen besseren Schutz der Flüchtlinge. Immer wieder würde man von Vorfällen hören, die nicht zur Anzeige gebracht werden.
Die Szene hilft
Berlin rechnet bis Ende des Jahres mit bis zu 80.000 zusätzlichen Flüchtlingen. Viele Szene-Organisationen helfen wo sie können, veranstalten Soli-Events oder beteiligen sich an der Organisation des Großereignisses „Juten Tach Refugees“, zu dem am 31. Oktober bis zu 100.000 Besucher erwartet werden. Vielleicht kommt ja auch Dilek Kolat. Dann kann sie auch gleich erklären, warum sich Berlin bei der Abstimmung über die Öffnung der Ehe im Bundesrat enthalten hat, statt die Erwartungshaltung gegenüber Flüchtlingen auch auf die eigene Koalition mit der CDU anzuwenden und aus Respekt mit Ja zu stimmen.
Bild: SPD Berlin

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