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Australien importiert Homo-Ehen

Victoria erkennt als dritter Bundesstaat LGBTI-Paare an

Es ist ein bisschen wie in Deutschland: 75 Prozent der Australier sind für die Öffnung der Ehe für alle. Aber Australien wird von den Konservativen unter Premierminister Malcolm Turnbull regiert, und die sind gegen die Eheöffnung. Also bewegt sich seit Jahren kaum etwas und die Community wartet.

LGBTI-Taskforce wird gebildet

Trotzdem leben ab heute über die Hälfte aller Australier in Bundesstaaten, die anderswo geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen problemlos anerkennen, auch die von australischen Staatsbürgern. Victoria ist neben Tasmanien und New South Wales nun der dritte Bundesstaat, der das so handhaben will. New South Wales und Victoria sind nicht nur die Bundesstaaten in denen mit Melbourne und Sydney die größten Städte und Homohochburgen des Landes liegen, sondern auch die Heimat von 60 Prozent der australischen Bevölkerung. Die von der Labor Party geführte Regierung von Victoria hat angekündigt, die Regelung einzuführen, während sie auf eine nationale Entscheidung wartet, um LGBTI-Australiern die Möglichkeit zu Rechtssicherheit an ihrem Wohnort zu geben, auch wenn sie die auf nationaler Ebene noch nicht haben. Victorias Minister für Gleichstellung Martin Foleys Vorschlag: Gleichgeschlechtliche Paare können sich dann ins „Relationship Register” eintragen  lassen, wenn mindestens einer der Partner im Bundestaat Victoria lebt. Außerdem soll eine LGBTI-Taskforce gebildet werden, die das Gesetz weiter verbessert.

Rechtssicherheit für im Ausland verheiratete Paare

Die Victorian Gay and Lesbian Rights Lobby (VGLRL), Victorias größte LGBTI-Organisation, begrüßte die Ankündigung: „Die Regelung stellt sicher, dass australische Staatsbürger die im Ausland geheiratet haben oder eine zivile Partnerschaft eingegangen sind, auch bei der Rückkehr in ihre Heimat Rechtssicherheit haben und ihre Familien geschützt sind. Auch wenn es eine bundesweite politische Aufgabe bleibt, die Öffnung der Ehe voranzubringen, ist dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.” Außerdem wurde angekündigt, dass es in der neuen Adoptionsregelung, die die Regierung des Bundesstaates vorbereitet, keinerlei Ausnahmen für religiöse Gruppen geben wird. Auch christliche Adoptions-Agenturen dürften nicht gegen LGBTI-Adoptiveltern diskriminieren.

Bild: Shutterstock/MyImages-Micha


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