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„Ich bin auch nur schwul“

Marc Jacobs reagiert genervt aber humorvoll auf Klatsch

Marc Jacobs hat viel zu tun: Der Stardesigner arbeitet auch nicht weniger als seine Kollegen von der entwerfenden und schneidernden Zunft, wenn es um Mode geht, hat allerdings besonderen Erfolg bei der Kultivierung seines schwulen Bad Boy-Images. Das zeitigt immer mal wieder kurioseste Blüten: ihm werden Affären mit den Reichen und berühmten nachgesagt, er schenkt seinem angeblichen ehemaligen Pornostar-Geliebten Harry Louis einen Schokoladenladen, er macht Anna Wintour betrunken oder lässt sich m&ms auf den Oberarm tätowieren. Mag alles nicht stimmen, oder wenn dann nur halb, ist aber sehr unterhaltsam, denken sich Boulevard-Journalisten wahrscheinlich. Womit sie ja auch recht haben. Auch, wenn Sie dabei machmal etwas übers Ziel hinausschießen

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So zum Beispiel heute: „Wilde schwule zehn Mann Orgie“ kreischt es von den Gazetten. Gemeint ist eine über Grindr organisierte Privatparty im Hause Jacobs. Wie immer gut unterrichtete Kreise wissen zu berichten, dass die Teilnehmer GHB und Crystal konsumiert hätten und „nicht so gutaussehend gewesen sind, wie man hätte erwarten können.“ Was auch immer das heißt. Jacobs sagt jedenfalls „Das waren ganz normale, chillige Leute und wir hatten Spaß“.

„Wilde schwule zehn Mann Orgie“ kreischt es von den Gazetten.

Der Designer hat auch sonst stil- und homorvoll reagiert. Auf Instagram postete er ein Bild von sich mit der Bemerkung: „Leb wohl (soweit) Grindr! Es war schön hier Menschen auch „in Gruppen“ kennenzulernen, aber das, was ich wirklich erregend finde, ist einfach meine Arbeit.“ Die Bildunterschrift lautete: „Ich bin auch nur schwul. Und manchmal hab ich gern Sex. Manchmal. #stillonlyhuman #callmemarc #yourstotry…maybe

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Wie soll man auch sonst auf etwas reagieren, dass Durchschnittsmenschen als extremen Eingriff in ihre Privatsphäre empfinden würden und das schwule promis nur aushalten sollen müssen, weil sie schwul sind? Denn das ist der eigentliche Skandal hier: Das englische Boulevardmedien offensichtlich glauben, es sei eine fette Schlagzeile wert, wenn ein schwuler Mann freiwillig mit mehr als einem anderen schwulen Mann Sex hat.

Bild: Shutterstock/Lev Radin


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