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Im Tutu bei Walmart

Homophober Sohn muss im Kleid in den Supermarkt

Strafe muss sein? Ein zehnjähriger Junge in Rock Hill im US-Bundesstaat South Carolina fiel einem Angestellten der Supermarktkette Walmart auf, weil er in der örtlichen Filiale in einem rosa Tutu, einem Ballettkleidchen, und hochhackigen Steifeln unterwegs war. Außerdem war sein Kopf vorne bis auf den Scheitel rasiert und jemand hatte das Wort BAD (BÖSE) mit Textmarker auf seinen Hinterkopf geschrieben. Auch auf der Oberkörper des Jungen, der unter dem Tutu in zu großer Damenunterwäsche steckte,  war mit ähnlichen Schmierereien übersät.

Strafe für homophobe Beleidigungen

Die von dem Mitarbeiter gerufene Polizei, stieß schnell auf die Ursache dafür, warum der Junge so aussah: Seine Mutter fand, das wäre eine gute Strafe dafür, dass ihr Kind in der Schule ständig mit anderen Jungen stritt und ihnen homophobe Beleidigungen an den Kopf warf. Sie begründete ihre Maßnahme gegenüber den Ordnungskräften mit den Worten, ihr Sohn würde sich „fürchterlich benehmen. Und zwar schon seit einiger Zeit“. Sie wüsste sich, nachdem sie jedes andere Erziehungsmittel angewandt hätte und nichts half, einfach nicht mehr anders zu helfen.  Deswegen hätte sie zu der – zugegeben – harten Strafe gegriffen. Sie würde versuchen, ihn öffentlich bloßzustellen und ihn so zu einer Änderung seines Verhaltens zu bewegen.

Die Polizei legt der Mutter nichts zur Last

Kindesmisshandlung ist sicher keine sinnvolle Maßnahme gegen verbale Homophobie. Die Polizei sah das ähnlich. Sie informierte das Sozialamt und hat eine Überprüfung der Lebensumstände des Jungen angeordnet. Der Polizeisprecher von Rock Hill sagte der Tageszeitung „Washington Post“: „Wir haben die Frau nicht angezeigt und ihr wird bisher nichts zur Last gelegt. Ihr Verhalten hat einige Kunden schockiert, die uns angerufen haben. Die Behörden gehen der Sache nach.“

Bild: Tolunbato Shutterstock


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