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UPDATE Putins fleißigster Schüler

Petras Gražulis wollte "Homo-Propaganda" in Litauen bestrafen

Das litauische Parlament sollte heute über einen Gesetzesantrag abstimmen, der ein Verbot von Homo-„Propaganda“ in den Verwaltungsrichtlinien festschreiben wollte – ganz so wie man es aus Russland kennt. Hinter dem Vorhaben steckte Petras Gražulis, der der Verunglimpfung von „verfassungsmäßigen Familienwerten“ den Kampf angesagt hat. Wenn es nach ihm gegangen wäre, würde das Erwähnen von Homosexualität mit Geldstrafen geahndet werden: zwischen 300 und bei Wiederholungstätern 1800 Euro.

Doch zum Glück gab es den liberalen Abgeordneten Eligijus Masiulis. Er nannte den Gesetzentwurf einer Demokratie und dem internationalen Ruf Litauens unwürdig. 64 Abgeordneten schlossen sich seinem Vorstoß an, die Abstimmung von der Tagesordnung zu nehmen. 10 stimmten dagegen, 25 enthielten sich.

Gražulis ist einer homophobsten Politikern im Baltikum. Für ihn steht Homosexualität auf einer Stufe mit Sex mit Tieren und Toten. Er wird auch gerne mal handgreiflich: So ohrfeigte er 2013 einen Teilnehmer des Baltic Pride in Vilnius und wurde verhaftet. Die demütigende Szene ist im Video festgehalten worden.

LGBTI-Aktivisten in ganz Europa zeigten sich vor der Abstimmung besorgt. ILGA – das weltweite Netzwerk schwuler, lesbischer, bisexueller und transgender Gruppen – hatte an die Abgeordneten in Vilnius appelliert, den Entwurf abzulehnen. Eine Abstimung im vergangenen Jahr war ebenfalls verschoben worden.

Foto: Screenshot


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