Volker_Beck_18_Foto_Fabian_Stuertz_2013-06-18

Volker Beck erhält Leo Baeck Preis

Zentralrat der Juden ehrt den Politiker für sein herausragendes Engagement

Der Zentral der Juden hat den Bundestagsabgeordneten Volker Beck gestern in Berlin mit dem Leo-Baeck-Preis geehrt. Er erhielt die Auszeichnung für sein Arbeit mit und für die jüdischen Gemeinden in Deutschland und seinen Kampf gegen Antisemitismus. Der 54-Jährige ist Innen- und Religionsexperte seiner Fraktion und sitzt seit 21 Jahren für die Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Bundestag. Außerdem ist er Leiter der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe des Bundestages. Dem vor allem für seine Arbeit für LGBTI weltweit bekannt gewordene Beck setzt sich schon lange auch gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus ein, streitet leidenschaftlich für eine Entschädigung aller Opfer des Nationalsozialismus und initierte die Zwangsarbeiter-Stiftung mit.

Der an Leo Baeck erinnernde Stolperstein in der Fritz Elsas Straße 15 in Berlin Schöneberg

Der an Leo Baeck erinnernde Stolperstein in der Fritz Elsas Straße 15 in Berlin Schöneberg

Der Leo Baeck Preis wird seit 1957 an herausragende Persönlichkeiten verliehen und erinnert an den 1956 in London verstorbenen Rabbiner Leo Baeck, der lange als der Leiter des liberalen Judentums in Deutschland galt. Unter den bisherigen Preisträgern waren Altbundespräsident Roman Herzog, Angela Merkel und der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Die Geschichte von Ausgrenzung und Diskriminierung prägt uns Angehörige von Minderheiten und man erkennt in der Bedrängnis der anderen die eigene.

In seiner Dankesrede erinnerte Volker Beck auch an den gemeinsamen Einsatz von von Homosexuellen und dem Zentralrat der Juden für Gerechtigkeit für die Opfer des Nationalsozialismus: „Dass damals der Zentralrat der Juden gemeinsam mit uns Gerechtigkeit und Gedenken für die Homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus einforderte, war eine starke Geste. Die Geschichte von Ausgrenzung und Diskriminierung prägt uns Angehörige von Minderheiten und man erkennt in der Bedrängnis der anderen die eigene. Und die Benachteiligung des einen heute kann auch immer eine Gefahr für die morgige Freiheit des anderen sein. Solidarität unter Minderheiten kann daher eine wichtige Quelle für die demokratische Erneuerung einer Gesellschaft sein, da sie in eigener Sache das Allgemeine erkennt.” Das Preisgeld von 10.000 Euro wird Beck zwei anderen guten Sachen spenden, die ihm am Herzen liegen. Die  Amadeu-Antonio-Stiftung und der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) wollen damit ein Projekt gegen Homosexuellenfeindlichkeit initiieren.

Bilder: Fabian Stuertz, Wikipedia


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