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England nimmt syrische LGBTI auf

Sie gehören zu den bevorzugten Risikogruppen

Großbritannien hat ein Problem: Die Engländer werden europaweit dafür kritisiert, nicht das ihre zur Lösung der syrischen Flüchtlingskrise beizutragen. Was auch wahr ist. Denn im September stimmte die britische Regierung zwar zu, 20.000 syrische Kriegsflüchtlinge aus Lagern in der Region aufzunehmen, aber das ist, verglichen mit anderen europäischen Nastionen wie Deutschland, Frankreich oder der Türkei, ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber manchmal verbergen sich gute Nachrichten in schlechten. Das ist auch hier so, zumindestens für LGBTI.

Die Kriterien zur Auswahl der Flüchtlinge kommen LGBTI natürlich zugute, weil sie besondere Bedrohungslagen berücksichtigen

Denn wie das britische Home Office, die für die Umsiedlung zuständige Regierungsabteilung, gestern bestätigte, stehen queere Flüchtlinge ganz oben auf der Liste derer, die England aufnehmen will. Weil sie, laut des High Commissioners for Refugees der UNO, nicht nur in ihrem Herkunftsland und auf der Flucht, sondern auch in den Flüchtlingslagern wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität ständiger Diskriminierung und Bedrohung ausgesetzt sind. Und deswegen schnellere Hilfe und Asyl benötigen als andere. Heimatminister Lord Bates sagte gegenüber Medien: „Die Kriterien zur Auswahl der Flüchtlinge kommen LGBTI natürlich zugute, weil sie besondere Bedrohungslagen berücksichtigen.” ISIS hat immer wieder angeblich schwule Männer hingerichtet (MÄNNER-Archiv), LGBTI fliehen aus den von ISIS kontrollierten Gebieten, weil sie um ihr Leben fürchten müssen.

Es ist sehr wichtig, dass die britische Regierung eine aktive Rolle beim Schutz dieser Flüchtlinge übernimmt.

Paul Dillane, von der UK Lesbian and Gay Immigration Group, sagte gegenüber Medien: „Das sind wunderbare Neuigkeiten. Wir haben seit Monaten auf die besondere Situation von LGBTI-Flüchtlingen aufmerksam gemacht. Eine Umsiedlung ist oft die einzige Möglichkeit, die Sicherheit syrischer LGBTI zu garantieren. Es ist sehr wichtig, dass die britische Regierung eine aktive Rolle beim Schutz dieser Flüchtlinge übernimmt, besonders in Ländern wie Jordanien oder dem Libanon (diese Band mit schwulem Sänger durfte in Amman nicht auftreten – MÄNNER-Archiv), wo sie um Leib und Leben fürchten müssen. Aber, mit der Umsiedlung ist es nicht getan. Die LGBTI-Flüchtlinge die England aufnimmt, sind mit großer Wahrscheinlichkeit traumatisiert, wurden von ihren Familien verstoßen und werde die Hilfe unserer Community auch weiterhin brauchen.”

Bild: Shutterstock/ Zoltan Major


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