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Mexiko stoppt schwule Leihmutterschaft

Frauenrechtlerinnen drückten das Gesetz durch

In Mexiko ist es schwulen Männern jetzt verboten, Leihmütter in Anspruch zu nehmen. Die Regierung von Tabasco, dem einzigen Bezirk in dem das noch gestattet war, hat letzte Woche ein Gesetz verabschiedet, das Leihmutterschaft auf mexikanische, heterosexuelle Paare beschränkt. Die Frauen in diesen Paaren dürfen außerdem nicht jünger als 25 und nicht älter als 40 sein und müssen nachweisen, dass sie nicht in der Lage sind, selbst Kinder zur Welt zu bringen. Das Gesetz wurde unter Mitwirkung von Frauenverbänden verfasst und wird von diesen unterstützt. Politiker begründeten das Gesetz damit, dass es nötig sei, die Leihmutterschafts-Gesetzgebung in Mexiko rigider zu gestalten, um die Frauen des Landes davor zu schützen, ausggebeutet zu werden.

Mexiko ist in den letzten Jahren immer mehr Ziel schwuler Paare geworden, die eine Familie gründen wollen.

Die stellvertretende Regierungschefin von Tabasco, Verónica Pérez Rojas, sagte, Leihmutterschaft sei in bestimmten Gegenden der Welt zu einer Art „Menschenhandel” geworden und sie sei stolz den jungen Frauen von Tabasco hier unter die Arme greifen zu können. Frauenrechtsaktivistinnen begrüßten das Gesetz ebenfalls, weil Leihmütter von denen, die sie benutzten, einfach nur als „Handelsobjekte” gesehen würden. Mexiko ist in den letzten Jahren immer mehr Ziel schwuler Paare aus den USA geworden, die eine Familie gründen wollen.

Es ist schwulen Paaren in Mexiko aber nach wie vor möglich, Eltern zu werden. Denn, anders als beispielsweise in Deutschland, können sie Kinder adoptieren.

Neben Mexiko haben eine ganze Reihe anderer Länder in den letzten Jahren Leihmutterschaft von ausländischen Paaren verboten. Im August hat das Verfassungsgericht von Nepal kommerzielle Leihmutterschaft landesweit gestoppt. Zwar dürfen Ausländerinnen nach wie vor Leihmütter in Nepal sein, Nepalesinnen ist das jedoch verboten. Und auch Thailand hat Anfang des Jahres Leihmutterschaft verboten. Mit teilweise herzzerreißenden Ergebnissen für gleichgeschlechtliche Eltern. Es ist schwulen Paaren in Mexiko aber nach wie vor möglich, Eltern zu werden. Denn, anders als beispielsweise in Deutschland, können sie Kinder adoptieren. Das hatte das Oberste Verfassungsgericht von Mexiko Anfang August entschieden.

Bild: Shutterstock/Lopolo


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