Freier_Fall_Edition Salzgeber

„Freier Fall“: Du bist eingeladen!

MÄNNER ist Medienpartner bei der Uraufführung in Nürnberg

Als Kinofilm sorgte „Freier Fall“ 2013 nicht nur in der schwulen Gemeinde für großes Aufsehen. Die Liebesgeschichte zwischen zwei Polizisten – dargestellt von Max Riemelt und Hanno Koffler (hier geht’s zum MÄNNER-Interview) – begeisterte Kritik und Publikum gleichermaßen und läuft ab kommender Woche in Nürnberg als Theaterstück

von Thomas Petersen

„Wow! Eine tolle Herausforderung“, freut sich Stefan Willi Wang, der die Max-Riemelt-Rolle spielt: den Kay. Den Film kennt er nicht. „Ich behalte mir das auch noch vor. Man kann das unterschiedlich betrachten, ob es einem bei der Arbeit am Stück hilft, aber anschauen werde ich ihn bestimmt noch.“

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Julian Keck (Foto: Ludwig Olah)

Sein Spielpartner Julian Keck (zu sehen als Marc) hingegen kennt die erfolgreiche Vorlage schon. „Ich habe den Film damals im Fernsehen gesehen und war sehr beeindruckt. Zu der Zeit arbeitete ich gerade mit Karsten Dahlem hier in Nürnberg an der Produktion ‚Heute bin ich blond‘. Die Arbeit mit ihm habe ich sehr genossen und da wollte ich natürlich auch den Film sehen, zu dem er das Drehbuch geschrieben hatte.“ Das Projekt „Freier Fall“ fand er von Anfang an sehr spannend. „Vor allem die Tatsache, dass wir mit den Mitteln, die uns am Theater zur Verfügung stehen, versuchen müssen, den gesellschaftspolitischen Aspekt rüberzubringen. In meinen Augen ist die Polizei in dem Stück eine Art Brandbeschleuniger, der Marc aus seinem bisherigen Leben wirft. Das muss sich widerspiegeln und wir haben natürlich keine Hundertschaften auf der Bühne.“

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Stefan Willi Wang (Foto: Ludwig Olah)

 

Die beiden Kollegen kennen sich gut, haben auch schon gemeinsam gespielt. Wie geht man da an eine dermaßen emotionale und körperliche Herausforderung ran? „Ich glaube, dass es sehr hilfreich ist, dass wir uns kennen. Als Schauspieler musst du glaubhaft darstellen, wie es ist, einen Roboter, eine Mann oder eine Frau zu lieben“, sagt Stefan Willi Wang. „Wichtig ist es, sich dabei die Ruhe und Zeit zu nehmen, sich gegenseitig zu entdecken.“ Auch Julian Keck freut sich auf die Aufgabe: „Ich bin sehr gespannt. Wir haben zwar schon zusammen in Stücken gespielt, aber natürlich nie so nah. Ich bin mir sicher, dass wir über die kommende Arbeit viel Neues an uns selbst und am Gegenüber entdecken werden.“

Der vollständige Artikel ist in MÄNNER 1.2016 erschienen. Karsten Dahlem, der mit dem Regisseur Stephan Lacant das Drehbuch zum Film verfasste, ist für die Bühnenfassung verantwortlich. In MÄNNER 2.2016 äußert er sich auch zum Stand der geplanten Freier Fall Fortsetzung.

Die Uraufführung findet am Mittwoch, den 17. Februar statt. MÄNNER ist als Medienpartner für Euch dabei. Wir verlosen 2 x 2 Tickets für eine der regulären Vorstellungen nach der Premiere unter: maenner-leserservice[ät]brunogmuender.com 

www.staatstheater-nuernberg.de

Titelbild: Edition Salzgeber


20 Kommentare

  1. Carsten Mundt

    Bleibt zu wünschen, dass das Theaterstück ergreifender wird, habe nämlich selten einen flacheren und oberflächlicheren Film gesehen, dessen Schauspieler emotionslos und unglaubwürdig das Script runterleierten.

  2. Werner Matrisch

    Das war ein großartiger Film, für mich besser und ergreifender als „Brokeback Mountain“! Mit dieser Darstellung ist Hanno Koffler endgültig in die erste Liga jüngerer deutscher Schauspieler aufgestiegen. In seiner vielleicht noch schwierigeren Rolle im späteren Film „Härte“ von Rosa von Praunheim zeigte er erneut eine wahre Glanzleistung.

  3. Dmitry Gutov

    Ein hervorragender Film. Eine sehr gelungene Regie, perfekt dargestellte Kombination aus Realität und Liebe ohne jegliche Vulgarität. Für mich persönlich eindeutig besser.als „Brokeback Mountain“.


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