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Fahne hoch!

Erste Regenbogenflagge auf dem Mount Everest

Der 29-jährige Brite Kenny Solomons ist gerade im Himalaya unterwegs. Dort hat er die laut eigener Angabe höchste und auch noch selbstgemachte Regenbogenflagge der Welt gehisst. „Pride ist jetzt hier oben, für jeden zu sehen. Wer durch den Himalaya wandert, der kann sie auf keinen Fall verpassen“, sagt er in einem Facebook-Video. „Das ist verdammt geil. All mein Respekt und Liebe an alle! Gleiche Rechte und liebe, wen immer du willst. Wie cool ist das denn?“, sagt er sichtlich aufgeregt und dank der dünnen Luft außer Atem.

Dem schwedischen Schwulenmagazin Qx erzählt er, wieso er den Berg überhaupt bestiegen hat: Er sei letztes Jahr verrückt danach geworden, Berge zu erklimmen. „Und ich bin ganz einfach verliebt in den Gedanken, mich selbst herauszufordern und gleichzeitig das Bewusstsein für das, was mir wichtig ist, zu steigern.“

Es ist bitterkalt: In der Nacht bilden sich Eiszapfen an Kennys Bart

Er würde nicht schlafen können, wenn er wüsste, dass er etwas verändern könnte, aber die Chance nicht ergreift, sagt er weiter. „Wenn es um die Regenbogenfahne geht, will ich, dass sie deutlich auf dem Everest weht, um die Leute daran zu erinnern, dass sie immer noch kämpfen müssen.“

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Für jeden sichtbar: Die Regenbogenflagge im Himalya. Foto: privat

Außerdem hing er eine Qx-Fahne an die Sir Edmund Hillary Brücke. Das ist eine buddhistische Tradition, die Glück bringen soll. „Aus Dankbarkeit, denn ohne Qx hätte ich nie meine große Liebe auf der Schwulengala vor drei Jahren getroffen. Dieser Tag veränderte mein Leben.“

Das Leben im höchsten Gebirge der Welt ist hart, erzählt Kenny Solomons. „Es ist wahnsinnig kalt und unmöglich zu schlafen. So kalt, dass sich in der Nacht Eiszapfen in meinem Bart bilden“, erzählt er. „Ich habe öfter gedacht: Nein, das hier geht nicht. Aber der Gedanke daran, die Regenbogenflagge zu hissen, hat mir einen Extra-Push gegeben.“

Fotos: privat


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