LaGeSo in Berlin Flüchtlinge vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales DEU Deutschlan

Heim für LGBTI-Flüchtlinge in Berlin

Die Einrichtung soll schon im März eröffnen

LGBTI-Flüchtlinge werden noch im Frühjahr ein auf ihre Bedürnisse zugeschnittenes Flüchtlingsheim in Berlin beziehen können. „Wir sind optimistisch, dass das im März klappt”, sagte ein Sprecher der Integrationsverwaltung gegenüber dem „Tagesspiegel”. Vorgesehen sind Plätze für 100 bis 120 Menschen. Berlin ist das erste Bundesland, das Flüchtlingen eine solche Möglichkeit anbieten kann, so der Sprecher. Nötig sei das Heim, weil LGBTI-Flüchtlinge in anderen Unterkünften oft verbaler Gewalt oder sogar körperlichen Attacken ausgesetzt seien.

Wir sind davon überzeugt, dass diese Unterkunft nötig ist.

Marcel de Groot, Geschäftsführer der Schwulenberatung, die das Heim betreiben soll, ist davon überzeugt, dass diese Unterkunft nötig ist. Laut de Groot leben inzwischen ungefähr 3500 homosexuelle oder transgeschlechtliche Flüchtlinge in Berlin. In den letzten Wochen und Monaten war es in Flüchtlingsunterkünften immer wieder zu Angriffen gegen LGBTI gekommen, was dafür gesorgt hatte, dass in der Community der Ruf nach einer eigenen Unterkunft für sie laut wurde. Bislang kam das Vorhaben allerdings nur schleppend voran. De Groot berichtete gegenüber MÄNNER von einem Objekt im Berliner Homo-Kiez Schöneberg, von einem Privatmann angeboten: 10 Wohnungen in einem Mietshaus und dazu die Bereitschaft der Nachbarn, die Flüchtlinge in ihrer Mitte aufzunehmen und bei kleinen Dingen des Alltags zu helfen. Doch der Deal kam nicht zustande, weil das Land keine Finanzierungszusage geben wollte.

 

Bild: Flüchtlinge vor dem LAGESO in Berlin (Quelle: Imago/Jens Jeske)


10 Kommentare

  1. Uta Hirt-Merkel

    Schade, dass so etwas nötig ist und ich hoffe, man ruht sich staatlicherseits nicht darauf aus, sondern arbeitet mit Nachdruck daran, dass man dieses Getto wieder aufheben kann.

  2. Männer Magazin

    Lieber Sebastian, meinst Du die Leute, die 2015 für rund 100 Straftaten gegen Schwule, Lesben oder Transgender allein in Berlin verantwortlich waren, oder die unzähligen Anschläge auf Flüchtlingsheime in ganz Deutschland?

  3. Tobias von Lush

    Wenn die Flüchtlinge schon die eigenen LGBTQIs Leute nicht akzeptieren, dann wird das bei uns nicht anders sein.
    Integrations- und Sozialisierungsprogramme müssen her. Abschotten hilft nur vorübergehend.


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