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Wunderschön und sehr gediegen

Ab heute im Kino: "The Danish Girl"

Was lange währt, wird endlich gut. Seit mindestens 2009 wurde daran gearbeitet, David Ebershoffs auf wahren Fakten basierenden Roman „The Danish Girl“ über Lili Elbe auf die Leinwand zu bringen. Nicole Kidman, Charlize Theron, Marion Cotillard und Rachel Weisz waren alle mal für Rollen in der Geschichte des dänischen Malers Einar Wegener vorgesehen, der sich in den 1920er Jahren als einer der ersten Menschen der Welt einer Geschlechtsumwandlung unterzog und dabei – zumindest teilweise – von seiner Ehefrau, der Künstlerin Gerda Wegener unterstützt wurde. Letztlich gingen die Rollen an Oscar-Gewinner Eddie Redmayne und den schwedischen Shooting Star Alicia Vikander. Aber ist denn nun auch tatsächlich alles gut in Sachen „The Danish Girl“? Das steht auf einem anderen Blatt. Der Film von Tom Hooper („Les Miserables“) ist wunderschön, kommt dabei allerdings mitunter so gediegen und zart daher, dass man den Blick in die psychologischen Abgründe vermisst, die in der Geschichte stecken. Auch dass der Fokus sich verstärkt von Lili auf ihre Noch-Ehefrau verschiebt, dürfte allen missfallen, die eher auf eine queer-politischen Historie der Transsexualität gehofft hatten. Den berührenden Momenten, die Redmayne und vor allem Vikander ihren Figuren und deren faszinierender Geschichte abringen, kann das allerdings nichts anhaben. Und auch der Rest des Ensembles von Matthias Schoenaerts über Ben Whishaw bis hin zu Sebastian Koch überzeugt.

Text: Patrick Heidmann


1 Kommentar

  1. Klaus Dieter Spangenberg

    Liiebes Männer Magazin,

    Wäre „Die schöne Helena” ein „Danish Girl” gewesen hättet Ihr auch eine Rezension darüber verfasst. So war es dagegen innerhalb der letzten 14 Monate seit dem Erscheinen noch nicht einmal eine Zeile bei Euch wert. Hier sieht man einfach nur wie der Markt funktioniert, etablierte Verlage und Kinoproduzenten bekommen mit Handkuss kostenlose Werbung für Ihre Projekte. Als Selbstverleger ist man da machtlos.
    Eurer Ignoranz und Arroganz gegenüber einer so wichtigen Arbeit, Fritz als Beispiel für Tausende Opfer des Dritten Reiches ist daher für mich eine Beleidigung und unerträglich.
    Die Provinz zeigt, das sie es besser kann und ich kann daher mehr in der Hetero-Presse erreichen als bei Euch in der queeren Ghetto-Presse! Trotzdem werde ich mir den Film bestimmt anschauen! 🙂


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