Obama: Meine Töchter machen mir Mut

Der Präsident lernt von Sasha und Malia über LGBTI

Wenn deutsche Regierungschefinnen versuchen, im Internet Neuland zu gewinnen und sich auf Youtube von Video-Bloggern interviewen zu lassen, kann das leicht peinlich werden und man schämt sich ein bisschen vor der Welt. Besonders, wenn Angela Merkel dabei eine Position zur Eheöffnung bezieht, auf die ein Großteil der westlichen Hemisphäre inzwischen nur noch mit Kopfschütteln reagiert. Andere haben es da leichter als deutsche Internetnutzer, US-Amerikaner zum Beispiel. Siehe Präsident Obama, der sich in einem jetzt zum Wiedergucken veröffentlichten Live-Video im Januar von den Youtube-Stars Destin Sandlin, Ingrid Nilsen und Anande Thorne interviewen ließ. Auch, weil die Fragen stellen, die sich sonst keiner traut.

Menschen eurer Generation sind da so anders

Ingrid Nilsen, die sich im letzten Jahr als Lesbe geoutet hat, wollte vom Präsidenten wissen, wie er die Zukunft für LGBTI in den USA sieht und Obama reagierte offen und freundlich: „Das Schönste, das, was mir immer wieder am meisten Hoffnung macht, sind Gespräche mit Malia und Sasha (Die 14- und 17 jährigen Töchter des Präsidenten a.d.R.). Menschen eurer Generation sind so anders, als wir waren. Die würden nicht mal auf den Gedanken kommen, jemanden auf Grund seiner sexuellen Orientierung zu diskriminieren. Das liegt außerhalb ihrer Vorstellungskraft, auch egal ob es junge Republikaner oder junge Demokraten sind, da geht es längst nicht mehr um politische Lager.“

   Es braucht uns alle, um sicherzustellen, dass junge Menschen davor sicher sind.

Und der Präsident weiß, dass diese Haltung einem gesellschaftlichen Klima geschuldet ist, das nicht nur das Resultat rein politischer Arbeit ist. Zum Thema Bullying sagte er: „Es braucht uns alle, um sicherzustellen, dass junge Menschen davor sicher sind. Und wir haben das noch lange nicht erreicht. Auf der anderen Seite, glaube ich, wir schaffen das. Wenn man sich die Fortschritte ansieht, die wir in den letzten zehn Jahren, oder selbst den letzten fünf Jahren, mit den und für die LGBTI-Communitys erreicht haben, weil viele Leute vor 20 – 30 Jahren mutig genug waren, aufzustehen und zu sagen „Das ist, wer ich bin.“, als das noch viel, viel schwieriger war, das macht mir Mut.“

Bild: Imago/UIP

 


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