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„Wir sind eine Täterorganisation”

Die Grünen haben jahrelang sexuellen Missbrauch geduldet und verharmlost. Zum Stand der Aufarbeitung

„Ich […] habe nach einem Jungen Ausschau gehalten, der bereit war, sich mit mir auf ein sexuelles Abenteuer einzulassen.“ So beginnt die Geschichte „Ein Päderast erzählt“ aus dem Rosa Kalender 1981. So einen Taschenkalender besaß damals praktisch jeder alternative Schwule. Gleich auf der nächsten Seite folgt der Text „Verführung“, der das Abenteuer eines Erwachsenen mit zwei Zehnjährigen schildert. Der Autor bezeichnet sich im Text selbst als „Befreier sexueller Schranken“ und als „Schweinehund, der dafür von den Leuten gehetzt und gejagt wird“. Ein Jahr zuvor waren die Grünen in Karlsruhe gegründet worden. In Berlin ging die Partei u. a. aus der Alternativen Liste (AL) hervor. Eine Reihe bekennender Pädosexueller, das kam jetzt im Zuge der Aufarbeitung der Grünen ans Licht, war dort aktiv. Hier ein evangelischer Religionslehrer, der mit dem AL-Schwulenbereich dafür sorgte, dass im Wahlprogramm 1981 die Straffreiheit für Sex mit Kindern gefordert wurde. Dort ein Gefängnisinsasse, verurteilt wegen pädosexueller Straftaten, der im gleichen Jahr für das Abgeordnetenhaus kandidierte. Parteifreunden galten Täter damals als Opfer der repressiven Gesellschaft – eine Verkennung der Situation, die sich durch das ganze Kapitel der pädo-verharmlosenden Vergangenheit der Grünen zieht.

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Foto: stroebele-online.de

Von einem „schweren Fehler“ spricht der Mitbegründer der Alternativen Liste (AL) und Alt-Grüne Christian Ströbele 35 Jahre danach, hält sich ansonsten aber sehr bedeckt. Er sei „wohl Mitte der 80er mit der Forderung konfrontiert gewesen, den Pädophilen-Paragrafen abzuschaffen“, sagte er gegenüber dem Tagesspiegel. Aber an mehr erinnere er sich nicht. Die Berliner Grünen-Chefin Bettina Jarasch spricht von einem „institutionellen“ Versagen der Partei. „Wir sind eine Täterorganisation wie die Katholische Kirche“, sagt Thomas Birk. Der queerpolitische Sprecher der Grünen und Mitglied der Kommission ‚Aufarbeitung zu Pädophilie und sexualisierter Gewalt gegen Kinder‘ des Berliner Landesverbands‘ treibt die Vergangenheitsbewältigung voran wie kein anderer.

 
Entkriminalisierung tabuisierter Lebensformen gehörten Ende der 70er zum Zeitgeist

Rückblick: Pädophilie als Bestandteil eines liberalen Sexualitätsverständnisses und die Entkriminalisierung tabuisierter Lebensformen gehörten Ende der 70er zum Zeitgeist. Damit einher ging auch die Forderung nach Anerkennung der Pädophilie. Die Rechte von Kindern wurden damals nicht groß thematisiert – wenn überhaupt, dann als Recht darauf, sexuelle Erfahrungen machen zu dürfen. Dass erst heute der „Po des Kindes tabu“ ist, der „Schlag mit der Hand oder einer Rute“, darauf weist Heinz-Jürgen Voß, Professor für Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung an der Hochschule Merseburg hin, der Mitte Februar im Waldschlösschen als Referent an der Veranstaltung „Die (west)deutsche Schwulenbewegung und die „Pädofrage“ teilnimmt. In einem Beitrag zur Männerschwarm-Anthologie „Die andere Fakultät“ (2015) verweist er darauf, dass beispielweise erst 1979 im westdeutschen  Sorgerechtsgesetz verankert wurde, dass „entwürdigende Erziehungsmaßnahmen“ unzulässig seien. Ein „gesellschaftlicher Lernprozess bezogen auf sexualisierte Gewalt“ habe erst in den letzten Jahren eingesetzt. Darum reiche „eine bloße emotionale Empörung“ nicht aus.

Damals hielt sich auch jedes Homoblatt zugute, eine Sondernummer zum Thema Pädosexualität zu machen.

Die Zeitgeist-Erklärung ist schlüssig, entschuldigen kann sie nicht, was damals propagiert und gelebt wurde. „Als ich Anfang der 70er zum ersten Mal missbraucht wurde, klangen durch das damalige Kreuzberg schon Parolen wie ‚Der Sex kennt keine Grenzen, das Gesetz schon‘“, schreibt Ingo Fock, Gründer des Vereins gegen missbrauch, in einem offenen Brief, der im Sommer in der Süddeutschen Zeitung erschien. „Auf Kinderfesten im SO36 war die Forderung nach ‚freier Kinderliebe‘ so bekannt wie ‚AKW-Nein Danke’“, erinnert sich Fock.
Bruno Gmünder, Gründer des Verlags, in dem MÄNNER erscheint, schrieb im Mai 2015 auf Facebook: „Damals hielt sich auch jedes Homoblatt zugute, eine Sondernummer zum Thema Pädosexualität zu machen. Auch das sollte man sich nochmals zu Gemüte führen, um zu verstehen, was sich da und unter welchen Bedingungen entwickelte.“ Noch bis 2004 hatte der schwule Berliner Buchladen Prinz Eisenherz eine Abteilung namens „Knabenliebe“, in der es neben einschlägigen Romanen auch entsprechende Fotobände gab. Beim Umzug des Ladens entschieden die beiden Geschäftsführer, die Abteilung aufzulösen – eine Entscheidung, für die sie von einigen Kunden kritisiert wurden. Einer der Chefs, Franz Brandmeier, der in den 1980ern selber eine Zeitlang Grünen-Mitglied war, fand damals, dass „wir alle diskriminiert werden und gemeinsam dagegen kämpfen und vorgehen sollten“ – alle, dazu gehörten auch die Pädophilen. „Ich habe mich da täuschen lassen“, sagt er heute.

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Thomas Birk (Foto: Die Grünen)

„Pädos waren Ende der 70er neben S/M-Anhängern und Tunten Bestandteil der Emanzipationsbewegung wie heute inter* oder trans*. Man war mit ihnen solidarisch“, sagt Thomas Birk, schränkt aber ein: „Auch wenn die Lesben und zum Teil auch Schwule mit Pädos Probleme hatten.“ Die Straffreiheit von Sex mit Kindern galt als fortschrittlich bei Alternativen, Linken und Liberalen. 1980 stimmte die FDP-Jugendorganisation, die „Deutschen Jungen Demokraten“ dafür, das Sexualstrafrecht zugunsten Pädophiler zu ändern. Entsprechende Beschlüsse fasste die Mutterpartei damals nicht. Kurz vor der Bundestagswahl 2013 musste eine hessische FDP-Politikerin ihre Kandidatur niederlegen, weil sie in den 80ern einen – wie sie sagt – fiktiven Bericht über sexuelle Erfahrungen mit Kindern veröffentlicht hatte. Ihr Fazit heute: ein „großer Fehler“. Ähnlich der Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit. Der Alt-Grüne, der früher zeitweise als Erzieher arbeitete, schilderte 1975 in dem Buch „Der große Basar“, wie kleine Kinder ihm die Hose öffnen und ihn streicheln – reine Fantasie, sagt der Politiker rückblickend.

Mitglieder der Nürnberger Kommune „Stadtindianer“ etwa, in der Minderjährige und Erwachsene zusammenlebten, warben 1980 auf einem Grünen-Parteitag für Sex mit Kindern.

Die Pädophilie-Vergangenheit der Grünen ist von allen die schmutzigste, doch die Frage nach der Verantwortung müsse man anders beantworten, so Bruno Gmünder im vergangenen Mai: „Die Grünen waren […] nicht die Keimzelle der Pädogruppen, sondern die schwule Community, die Schwulengruppen der 70er bis 90er Jahre mit Grenzgängern […]. Wir waren schlichtweg verblendet, und sahen die Pädos als unsere nächsten Verbündeten an.“
Die Pädophilen organisierten sich damals in Netzwerken von Hamburg bis Hessen, von Berlin bis Bayern. Sie trugen Namen wie Jung und Alt, SchwuP (Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle) oder DSAP (Deutsche Studien- und Arbeitsgemeinschaft Pädophilie). Neben den Organisationen gab es Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche unterstützen sollten. Doch Mitglieder der Nürnberger Kommune „Stadtindianer“ etwa, in der Minderjährige und Erwachsene zusammenlebten, warben 1980 auf einem Grünen-Parteitag für Sex mit Kindern. Hermann Meer, inzwischen verstorben, der damals dem NRW-Landesvorstand der Grünen angehörte, leitete eine Kommune in Kamp-Lintfort, wo es immer wieder sexuelle Übergriffe auf dort lebende Jungs gab.
„Ein ‚Ja‘ eines Kindes zu einer Handlung, die für es schädlich wäre, kann keine Geltung haben“, schreibt Sexualwissenschaftler Voß in der Männerschwarm-Anthologie. „Hier hat die erwachsene Seite dem Kind ein ‚Nein‘ zu erwidern und dieses zu erläutern. So ist der gesellschaftliche Konsens zum Schutz von Kindern und Jugendlichen und um ihnen den Rahmen zu geben, in dem ihre Entwicklung gut, ohne Not und in Wohlbefinden erfolgen kann.“

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In der Schwulenfraktion der Alternativen Liste in Berlin, die 1980 „Ein Herz für Sittenstrolche“ herausgab, sah man das anders. In der mit Nacktbildern von Kindern angereicherten Pädophilie-Broschüre heißt es im Kapitel „Folgen für die Kinder“: „Wenn es zu einem geschlechtlichen Kontakt zwischen Kind und Erwachsenem kommt, liegt die Ursache in der Mehrheit der Fälle beim Kind.“ Zum Beweis folgte eine Statistik, wonach „52,8 % der kleinen Jungen“ und „70,3 % der größeren Jungen (12 – 15 Jahre)“ die Tat „angeregt“ hätten. Wie um zu veranschaulichen, dass man von der offiziellen Einteilung in Täter oder Opfer wenig hält, werden diese beiden Begriffe stets in Anführungszeichen gesetzt. Die verquere Logik der Verfasser zeigt sich auch an Textstellen wie dieser: „Natürlich soll es einem Erwachsenen nicht erlaubt sein, ein Kind seiner Lust zu opfern, aber wird hier das Kind nicht der Unlust, dem Sexual-Negativismus der Erwachsenen geopfert?“

Einer der Hauptprotagonisten der Pädo-Affäre der Grünen heißt Fred Karst – er ist einer von mindestens zwei überführten, vorbestraften Sexualstraftätern, die ihre Forderung nach der Freigabe von Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern in der Partei vertraten und langjähriges Mitglied der Berliner Grünen. Karst, ebenfalls verstorben, war damals ein regelmäßiger Gast in einer Kreuzberger Einrichtung, wo Kinder und Jugendliche „betreut“ wurden, und gründete auch die Grünen-AG „Jung und Alt“. Dort trafen sich Pädophile und boten Fahrten für Jungen an, „Butterfahrten“ genannt – was harmlos klingt, war damals ein Codewort, der den Missbrauch der Kinder nahelegt.
In den frühen Jahren der Grünen gab es lange Diskussionen, wie man mit Pädophilen umgeht, sagt Thomas Birk, der sich eingehend mit dem Thema beschäftigt hat. „Die Schwulenbewegung war ohne die ‚Pädos‘ nicht zu haben“, sagt er. „Erst mit dem Aufkommen von AIDS und später mit den ersten Forderungen nach der Öffnung der Ehe wurde das Thema in der Partei immer kleiner.“

Organisationen wie die Kreuzberger AL-Frauen waren es, die die sexuellen Übergriffe Erwachsener gegen Kinder früh als das erkannten, was sie waren: Missbrauch.

Erledigt war es aber noch lange nicht. Erst als die ersten Frauen in den 80er Jahren über ihre Missbrauchserfahrungen erzählten, entstand in der Partei langsam ein neues Bewusstsein dafür, dass es Opfer gab, Jungs wie Mädchen. Vor allem Organisationen wie die Kreuzberger AL-Frauen waren es, die die sexuellen Übergriffe Erwachsener gegen Kinder früh als das erkannten, was sie waren: Missbrauch, sexuelle Gewalt. Durchsetzen konnten sie sich mit ihrer Kritik damals nicht.
„Anstatt sich von diesen Menschen zu trennen, beförderten [die Grünen] eine Ideologie, die für Abertausende von Kindern verheerende Folgen hatte“, schreibt Ingo Fock heute, der als Kind von Fred Karst missbraucht und auf den Strich am Bahnhof Zoo geschickt wurde. „Den Zeitgeist, auf den die Grünen gerne verweisen, haben sie unterstützt und geschürt und tragen damit eine historische Verantwortung.“
Die 90er Jahre brachen an, der mehrfach einschlägig vorbestrafte Fred Karst war noch immer Mitglied der Grünen (der Verein „Allgemeine Homosexuelle Arbeitsgemeinschaft“, AHA, den er Mitte der 70er gegründet hatte, hatte ihn bereits 1981 ausgeschlossen). 1994 widersprach er zusammen mit einer Handvoll Mitgliedern des Schwulenbereichs in der Parteizeitschrift „Stachlige Argumente“ in aller Schärfe den Warnungen der grünen Kreuzberger Frauengruppe: Die Männer verteidigten ihre Position zum einvernehmlichen Sex zwischen Erwachsenen und Kindern, da ihrer Ansicht nach 12-Jährige sehr wohl wüssten, was sie täten. Den Frauen, die auf die Gefahr dauerhafter Schäden einer Penetration bei männlichen Kindern und Jugendlichen hinwiesen, warfen sie eine „unsägliche Moralitätsschiene“ vor.

„Verrat an den Kindern“

Im Herbst desselben Jahres war Thomas Birk, damals seit zwei Jahren Grünen-Mitglied, bei Karst zu Besuch. Zwar kannte er dessen Strafregister nicht, aber die Bilder der nackten Jungs an den Wänden sprachen Bände. Doch Birk verschwieg, was er dort sah. „Das war ein riesiger Fehler“, sagt er heute. Ihm sei klar, „dass ich durch diesen Besuch traumatisiert wurde.“ Der „Verrat an den Kindern“, wie Birk sein Schweigen nennt, sei für ihn Anlass, die Aufarbeitung der grünen Vergangenheit mitvoranzutreiben. Erneut verurteilt wurde Karst trotzdem wenige Monate nach Birks Besuch, wegen Missbrauchs eines achtjährigen Jungen. Eine gute Woche später beschloss der Vorstand der Berliner Grünen einstimmig, ein Ausschlussverfahren gegen Karst wegen parteischädigenden Verhaltens einzuleiten. Der Schwulenbereich distanzierte sich nun scharf von Fred Karst, wie es im Aufarbeitungsbericht der Berliner Grünen nachzulesen ist: Seine Mitglieder lehnten alle Formen sexuellen Missbrauchs von Kindern ab. Bemerkenswert, dass der Kreisverband Wedding, dem Karst angehörte, kurz nach dem Urteil in einem Schreiben an den Landesverband erklärte, man spreche sich gegen die „einvernehmliche, gleichberechtigte Sexualität“ zwischen Kindern und Erwachsenen aus, lehne aber einen Parteiausschluss ab, weil man Minderheitenmeinungen akzeptieren wolle. Im Mai 1995 trat Fred Karst aus und kam so einem möglichen Parteiausschluss zuvor.

 

Wie unterschiedlich heute junge und alte Anhänger der Grünen die Pädo-Vergangenheit der Partei bewerten und warum Menschen, die sexuell missbraucht wurden, häufig miserable Zähne haben – dazu mehr in MÄNNER 2.2016.

Titelbild: 1980: „Stadtindianer“ besetzen auf dem Dortmunder Grünen-Parteitag das Podium (Imago/Sven Simon)


7 Kommentare

  1. Dieter

    Der Online-Artikel weist einige Lücken auf und hat eine leicht einseitige Tendenz gegen Pädophilie/Pädosexualität. Soeben habe ich die Printausgabe bestellt. Mal schauen, ob die Lücken darin geschlossen werden. Es fehlen Hinweise zu Homo-Aktivisten, die auch heute noch die damaligen Positionen vertreten.
    Die Veranstaltung im Waldschlösschen am kommenden Wochenende ist übrigens ausgebucht. Dort wird wohl über Pädophilie referiert und diskutiert werden, aber ohne Anwesenheit der Pädophilen. Das ist schon etwas komisch. Es wäre deshalb sinnvoll, wenn MÄNNER darüber berichten könnte. Der Journalist Elmar Kraushaar gehört jedenfalls zu den Dozenten an der Akademie….
    In diesem Sinne schaue ich mir den vollständigen Artikel in der Printausgabe und werde diesen auf meinen Webseiten aufgreifen und kommentieren…

  2. facebook_user

    Leider sind meine Erwartungen in der Printausgabe nicht erfüllt worden. Auf weitere Ausführungen verzichte ich an dieser Stelle. Meine Kommentare & Kritik an dem Artikel können meinen Webseiten „K13online” entnommen werden.
    Dieter Gieseking

  3. Kriss Rudolph

    Hallo Herr Gieseking, dieser Satz aus Ihrer Mailantwort sagt alles: „Es gab und gibt keine Opfer von sexueller Gewalt gegen Kinder im Kontext der früheren GRÜNEN-Partei.” Wer im Zusammenhang mit sexueller Gewalt so wie Sie die Täter in Anführungsstriche setzt, hat leider nichts verstanden.
    MfG

  4. facebook_user

    Hallo Herr Rudolph,
    wenn Sie schon aus meiner E-Mail zitieren, dann hätten Sie schon die ganze EMail hier posten sollen, denn das es auch Täter von sexueller Gewalt gegen Kinder gibt, wird überhaupt nicht bestritten. Der Gesetzgeber stellt damals wie heute jedoch jede Form von Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen unter Strafandrohung. Es spielt also überhaupt keine Rolle – nur im Strafmaß – ob wirklich Gewalt im Handeln lag oder Einvernehmlichkeit bestand. Es gibt viele Beispiele dafür, dass der jüngere Partner in einer Pädosexuellen Beziehung die Initiative ergriffen hat und Beide die Sexualität lustvoll erlebt und gewollt haben. NUR darum geht es letztendlich – und nicht um sexuelle Gewalt, die natürlich bestraft bzw. sogar präventiv verhindert werden muss. Prävention vor Gewalt ist genauso wichtig, wie beiderseitig gewollte Sexualität, die grundsätzlich keinen Schaden anrichten kann. Mir sind mehrere Schwule bekannt, die Ihre frühere Beziehung als Junge positiv erlebt haben und als eine Bereicherung für Ihren schwulen Lebensweg empfunden haben. Diese Wahrheiten dürfen nicht einfach unter den Tisch fallen, weil der Zeitgeist heute so ist, wie er nun mal geschaffen wurde….

  5. Hans Christian Kanneres

    sehr verehrte menschen,

    drei bemerkungen seien mir zu euerm artikel gestattet, vielen dank dafür, wie viele menschenleben eine derartige pauschalisierung und stigmatisierung schon gekostet hat

    1. schaut noch einmal auf das „starfoto” zu beginn eures artikels: wo bitte agieren da erwachsene
    ( pädophile? )
    2. „die rechte der kinder seien damals nicht gross thematisiert worden, ausser das sexuelle selbsterfahrungsrecht”. dazu folgender gegenbeweis:

    http://indianerkommune-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?f=66&t=130&p=269&sid=00b57c5c4f45c8143c95588e384f1efc#p269
    3. ich habe auch keine zähne mehr und bin trotzdem nicht sexuell falsch gebraucht worden

  6. semikola

    Es wird hier mal wieder vom damaligen „Zeitgeist” geschrieben. Genauso, wie es damals einen „Zeitgeist” gab, gibt es auch jetzt einen. Keiner kann einem sagen, was nun der „bessere” oder „richtige” Zeitgeist sei. Wie kann man denn so verblendet und arrogant sein, den heutigen Zeitgeist einfach mal eben als besser und fortschrittlicher zu bezeichnen? Zur speziellen Thematik: Es gibt KEINERLEI wissenschaftlichen Konsens in der Frage der Einvernehmlichkeit / Schädlichkeit. Alles ist auf Ideologien aufgebaut, also auf Glaubensfragen. Gerade, wenn es um Kinder geht, GLAUBT man gerne an abstruseste Ideen – weil Kinder als „unberührbares Heiligtum des Volkes” einen Ersatz-Gott-Status besonders in solchen Gesellschaften einnehmen, die in Ermangelung fester religiöser Grundlagen nach religiösen Dimensionen geradezu fanatisch lechzen. Hat man eigentlich in den regen Zulauf findenden Kinderschutz-Sekten je untersucht oder sich gefragt, was dieser Status des „einsamen unberührbaren Heiligen” der Entwicklung des Kindes eigentlich für Schaden zufügt??


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