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Berlinale Tag 10: Das war schön

Die Jury ist sehr glücklich: Bei den TEDDYs gewann alles, was auch wir mochten

Jetzt können wir es ja sagen: Nachdem gestern, gleich zu Beginn der Veranstaltung, der Preis der MÄNNER-Leserjury an den großartigen Mae Só Há Uma  gegangen war, hatten wir noch Sorgen. Das war schön, denn die Sorge hatte mit anderen wirklich feinen Filmen zu tun. Unsere Jurybegründung war folgende: „Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Anna Muylaerts erzählt in „Mãe só há uma/Don’t call me son“ eine kluge, lustige und wunderbar queere Geschichte über Identitäten und Familien. Die, die wir uns aussuchen und die, die sich uns aussuchen. Dem Film gelingt es, spannende Fragen über Geschlecht und Sexualität aufzuwerfen und dabei immer zugänglich und hoch unterhaltsam zu bleiben. Der wunderschöne Naomi Nero und die wunderbare Daniele Nefussi in den Hauptrollen  haben uns gleichzeitig zum Lachen, Weinen und Nachdenken gebracht. Wir glauben, dass ein weltweites Publikum auf genau diesen Film gewartet hat und ihn so sehr lieben wird, wie wir das jetzt schon tun. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert, die Anna Muylaerts hoffentlich so anlegt, dass wir uns bald über einen weiteren Film von ihr so freuen können wie über „Mãe só há uma“. Herzlichen Glückwunsch!“

Deshalb waren wir, als die Preise bekanntgegeben wurden, mit Jubeln beschäftigt.

Was wir genauso meinen. Wir sind total glücklich und zufrieden mit unserer Entscheidung. Hatten am Donnerstag, nach einer Woche Berlinale, aber noch vier andere Filme auf dem Zettel, die wir eigentlich unbedingt auszeichnen wollten, weil wir sie so großartig, so originell, so wunderbar gespielt oder gedreht und so wichtig fanden. Deshalb waren wir, als die Preise bekanntgegeben wurden, mit Jubeln beschäftigt. Denn die TEDDY-Jury vergab ihre vier Preise an unsere vier anderen Lieblinge. Der TEDDY für den besten Kurzfilm ging an Moms On Fire, einen hinreißenden 12-Minüter, in dem Knetfiguren die Herausforderungen von Mutterschaft meistern müssen. Der Beste Doku-TEDDY ging an den hier schon viel bejubelten KIKI. Der Spezialpreis der Jury an  Nunca vas estar solo (Die bist nie allein), in dem ein Vater das Hassverbrechen gegen seinen Sohn zu verarbeiten sucht.

KATER

KATER

Als der TEDDY für den besten Spielfilm vergeben wurde, waren wir wieder froh, denn der österreichische Spielfilm KATER ist der beste deutschsprachige TEDDY-Beitrag der letzten fünf Jahre. Ein Kammerspiel mit Garten, indem zwei Männer und eine Katze aller Jahreszeiten einer Beziehung durchleben und das Publikum dabei mitnehmen. Jetzt müssen wir erstmal frühstücken gehen, denn die Party war lang und fröhlich, schließlich hatten wir zu feiern und 2000 Leute waren gekommen, um das mit uns zu tun. Heute Abend werden die großen Brüder des TEDDYs, die Goldenen und Silbernen Bären, verliehen. Wir sind gespannt und melden uns morgen wieder.

 

 


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