Ehe für alle: Obama ist stolz auf Ellen

Bewegende Worte des scheidenden US-Präsidenten

Das war wirklich ganz großes Fernsehen: Präsident Obama zu Gast bei Ellen de Generes. Es fing schon damit an, dass seine Gattin Michelle dazugeschaltet war. Anlässlich des Valentinstages sagte sie ihm zuliebe ein Gedicht auf:

Roses are red, violets are blue

You are my president, and I am your boo*.

(*„boo“ sagen die Amerikaner für „Liebling“.)

Es wurden ein paar Nettigkeiten ausgetauscht, und Michelle wünschte Ellen und ihrer Frau Portia de Rossi einen schönen Valentinstag.

Ehe für alle

Ellen DeGeneres und Portia de Rossi bei den Teen Choice Awards am 16.08.2015 in Los Angeles (Foto: Imago/APress)

Man stelle sich das bei uns vor: Joachim Sauer wird zu einem Merkel-Interview dazugeschaltet, sagen wir, mit Anne Will. Und er wünscht der Will’schen Partnerin Miriam Meckel einen schönen Valentinstag. (Kann man sich nicht vorstellen, stimmt’s?)

Ehe für alle: Danke, Ellen!

Es ging aber noch weiter: Ellen dankte ihm für seinen Einsatz für Homo-Rechte. „Ich kann Ihnen nicht genug danken für das, was Sie für die Gay Community getan haben.“ Worauf Obama entgegnete, dass Erfolge wie die Abschaffung der „Don’t Ask Don’t Tell”-Praxis (Homosexuellen in den US-Streikräften war es bis 2011 verboten, ihre Beziehungen öffentlich zu machen) und letztlich auch die Entscheidung des US Supreme Court zur Ehe für alle auch Ellens Engagement zu verdanken seien. „Ich glaube, niemand war einflussreicher als Sie. Das meine ich so … Ich bin stolz auf Sie.“

Menschen Eurer Generation würden nicht mal auf den Gedanken kommen, jemanden aufgrund seiner sexuellen Orientierung zu diskriminieren.

Obama sagte kürzlich, angesprochen auf die Zukunft von LGBTI, dass Gespräche mit seinen Teenager-Töchtern Malia und Sasha ihm viel Hoffnung machten. „Menschen Eurer Generation sind so anders, als wir waren. Die würden nicht mal auf den Gedanken kommen, jemanden auf Grund seiner sexuellen Orientierung zu diskriminieren.”

Anfang 2017 endet die Amtszeit von Barack Obama. Sein Nachfolger legt am 20. Januar den Amtseid ab.

Titelbild: Imago/Zuma Press


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