Bobiki

Helft Russlands LGBTI*-Filmfestival

Der Hauptsponsor von Rosslands "Side by Side"-Festival ist jetzt eine "unerwünscht"

In Hollywood können schwule Männer wie Sam Smith längst Oscars gewinnen, anderswo auf der Welt sieht die Sache völlig anders aus. Dabei ist es doch so: Filme machen Mut, Filme öffnen Perspektiven, Filme verbinden. Im Mai 2015 trat in Russland ein Gesetz über „unerwünschte“ ausländische Organisationen in Kraft. Mit diesem Gesetz wird die ausländische Unterstützung wichtiger Menschenrechtsarbeit in Russland verhindert. Nun hat es die russische Organisation Side by Side (russ. Bok o bok) (<http://www.bok-o-bok.ru/>) getroffen, die seit vielen Jahren das LGBT-Filmfestival in St. Petersburg (http://www.lsvd-blog.de/?p=12290), Moskau und an anderen Orten in Russland auf die Beine stellt. Ihr Hauptsponsor geriet auf die Liste der „unerwünschten Organisationen“ und hat zu Jahresbeginn deshalb die Zusammenarbeit mit allen russischen Partnern unterbrochen, so auch mit Side by Side. Die Freund_innen schreiben, dass sie 60% ihres Gesamtbudgets verloren haben. Ob auch in diesem Jahr die Bobik-Awards (siehe Bildf) verliehen werden können, hängt von schneller Hilfe von außen ab.

Die Handlungsmöglichkeiten der kritischen Zivilgesellschaft werden immer weiter eingeschränkt.

Die Lebenssituation von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen in Russland verschlimmert sich dramatisch. Die Handlungsmöglichkeiten der kritischen Zivilgesellschaft werden immer weiter eingeschränkt. Gleichzeitig häufen sich Berichte über homophobe und transphobe Attacken und regelrechte Hetzjagden. In 2014 gab es Bombendrohungen auf dem St. Petersburger Filmfestival, in 2015 wurde es wieder massiv gestört, auch wenn die Polizei und private Sicherheitskräfte noch Schlimmeres verhindern konnten. Side by Side ist eng vernetzt mit den Kooperationspartnern Coming-Out St. Petersburg und Russian LGBT Network. Und das LGBT-Filmfestival in Russland ist mit seiner internationalen Ausrichtung und breiten Themenpalette eine tragende Säule der Menschenrechtsarbeit für LSBTI in Russland. Es leistet wichtige Aufklärungsarbeit über LSBTI und die Vielfalt der Lebensformen in aller Welt und befördert den internationalen Austausch.

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung ruft zur Unterstützung der mutigen Menschenrechtsverteidiger_innen von Side by Side in St. Petersburg auf.

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung ruft zur Unterstützung der mutigen Menschenrechtsverteidiger_innen von Side by Side in St. Petersburg auf. Sie leisten zusammen mit vielen ehrenamtlichen Unterstützer_innen unter schwierigsten Bedingungen wertvolle Aufklärungs- und Akzeptanzarbeit. Das verdient unsere Solidarität. Lasst uns zusammen stehen mit unseren russischen Freund_innen!

Spendenkonto:
Hirschfeld-Eddy-Stiftung
Konto 50 100 00
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ / BIC: 370 205 00 / BFSWDE33XXX
IBAN: DE64370205000005010000
Stichwort: Filmfestival St. Petersburg

Spenden leitet die Hirschfeld-Eddy Stiftung eins zu eins nach Russland weiter. Sie sind steuerabzugsfähig, alle Spender_innen erhalten eine Spendenbescheinigung.


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