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Wer kommt mit nach #Nevrland?

Regisseur Gregor Schmidinger arbeitet an Film über Camsex

Nach den Kurzfilmen „Boy Next Door“ (2010) und „Homophobia“ (2012) wagt sich der österreichische Filmemacher Gregor Schmidinger nun an seinen ersten Spielfilm. „Nach Homophobia wusste ich, dass dafür bereit bin. Als ich begonnen habe, die Geschichte zu entwickeln, wusste ich nur, dass ich eine post­gay Geschichte über das Erwachsenwerden erzählen möchte”, erklärt Gregor.

Post-Gay bedeutet, dass es nicht um „klassische“ Schwulenthemen wie Coming-out oder Homophobie geht. Das Genre geht einen Schritt weiter und zeigt den schwulen Alltag in all seinen Facetten.

Eine Reise durch Camsex zu den Wunden der Seele

So erzählt „Nevrland“ die Geschichte des 17­-jährigen Jakob, der eines Nachts zufällig auf den vermeintlich perfekten Christian, 26, in einem Sex­-Cam-­Chat trifft. „Das ist der Beginn einer transpersonellen Reise zu den Wunden ihrer beider Seelen“, sagt Gregor. Das heißt, dass beide auch außerhalb vom normalen Wachzustand Erlebnisse haben.

Gregor Schmidinger will seinen ersten langen Film drehen.

Regisseur Gregor Schmidinger, der nach zwei erfolgreichen Kurzfilmen an seinem ersten Spielfilm arbeitet. Foto: Privat.

Das können unbewusste oder innere Bilder sein, erklärt der Regisseur. „Transpersonell bedeutet aber auch, dass die Erfahrungsgrenzen zwischen zwei Personen aufgehoben werden. Im Grunde ist es eine Reise zum innersten Kern des Selbst oder, wenn man so will, der Seele.“

Gregors Seele auf der Leinwand

Gleichzeitig wird „Nevrland“ sein persönlichster Film. „Weil er meine innere Reise des Erwachsenwerdens und der emotionalen Heilung beschreibt“, erklärt er MÄNNER. Dabei greift er auf sehr viele konkrete persönliche Erfahrungen und innere Bilder zurück. „Etwas poetisch ausgedrückt projiziere ich mit dem Film quasi meine Seele auf die Leinwand.“

„Nevrland“ beschreibt er als ruhig, zart und intim, aber auch als radikal und unzweideutig. Nach zwei Jahren der Drehbuchentwicklung, gefördert vom österreichischen Filminstitut, ist das Projekt nun soweit, in die nächste Phase zu gehen: Die Projektentwicklung.

Sein Ziel: Die Berlinale 2018

Damit es so weit kommt, sind Gregor und sein Team auf Spenden angewiesen. Deshalb hat er ein Crowdfunding gestartet, bei der alle Interessierten eingeladen werden, gemeinsam mit Gregor auf seine künstlerische Reise zu gehen. Unterstützer können den Entstehungsprozess nicht nur mitverfolgen, sondern sogar beeinflussen. Hier geht’s zum Crowdfunding.

Wenn alles gut geht, sagt Gregor Schmidinger, können in einem Jahr die Dreharbeiten beginnen. „Dann wäre der Film zur Berlinale 2018 fertig“, sagt er mit einem Zwinkern. Wir drücken die Daumen!

Titelfoto: Gregor Schmidinger


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