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60 Großunternehmen für Gleichstellung

Die großen US-Marken unterstützen den Equality Act

Die Human Rights Campaign (HRC), die größte LGBTI-Organisation der USA, hat heute bekannt gegeben, dass sich sechzig weltweit operierende Großunternehmen zur „Coalition for the Equality Act“ zusammengeschlossen haben und die größten Arbeitgeber der USA sich damit so gut wie geschlossen für den Gesetzentwurf stark machen, der von den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Bernie Sanders als „wichtigstes LGBTI-rechtliches Projekt der letzten 50 Jahre“ bezeichnet wird. Der Equality Act ist ein umfassendes Gesetzespaket, das Diskriminierung von LGBTI auf breiter Front entgegentritt, von der Arbeitswelt bis zum Mietrecht. Unter den unternehmen sind solche Schwergewichte wie Apple, Coca Cola, Unilever und Amazon.

Die sechzig Unternehmen, die der Koalition bislang angehören stammen aus allen 50 US-Bundesstaaten und sie erwirtschaften 1,9 Trillionen Dollar Umsatz

Die HRC hatte den Gesetzentwurf im Juli letzten Jahres im US-Kongress vorgestellt und sich seitdem darum bemüht, die Unterstützung der Geschäftswelt für das Projekt sicher zu stellen. Das ist der Organisation eindrucksvoll gelungen. Die sechzig Unternehmen, die der Koalition bislang angehören stammen aus allen 50 US-Bundesstaaten, ihre Firmensitze sind auf 22 Bundesstaaten verteilt, sie erwirtschaften 1,9 Trillionen Dollar Umsatz jährlich und beschäftigen 4,2 Millionen Arbeitnehmer allein in den USA. Chad Griffin, der Präsident der Human Rights Campaign dazu: „Die Geschäftsführer dieser Unternehmen, nehmen ihre Führungsrolle ernst und kämpfen, zusammen mit der Community dafür, den Status Quo zu beenden, der es immer noch möglich macht, dass LGBTI in vielen Staaten unseres Landes, Service verweigert werden kann, sie entlassen oder ihnen die Wohnung gekündigt werden kann, nur weil sie lieben, wen sie lieben.“

In 32 von 50 Bundesstaaten gibt es kein übergreifendes Antidiskriminierungsgesetz, das LGBTI  schützt. Das würde der „Equality Act“ ändern.

In 32 der 50 Bundesstaaten derUSA gibt es kein übergreifendes Antidiskriminierungsgesetz, das LGBTI  schützt. Das würde der „Equality Act“ ändern, wenn er auf Bundesebene verabschiedet würde. Hierin gleicht er der Eheöffnung in den USA. auch sie war bundesweit und „überschrieb“ deswegen sozusagen alle diskriminierenden, gegenteiligen Gesetze. Hillary Clinton hat den Equality Act schon gleich zu Beginn ihrer Kampagne um die Präsidentschaft, zu einem ihrer Hauptziele erklärt. Wenig überraschend, sind die republikanischen Präsidentschaftskandidaten geschlossen gegen das Gesetz.

Hier die Liste der US-Unternehmen, die sich für das Gesetz einsetzen:

HRClist

Bild: Imago/Levine Roberts


1 Kommentar

  1. Döpp Ster

    Der Umsatz scheint mir etwas hoch… Das BIP der USA lag 2015 nur bei knapp 18 Billionen. Da wäre es schon seltsam, wenn die 60 größten Unternehmen einen Umsatz machen, der um eine ganz GRÖSSENORDNUNG höher liegt.
    Ich tippe auf einen Übersetzungsfehler: „Trillion“ im AE = Billion im Deutschen.

    Grüsse!


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