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Achtzig Jahre Gefängnis?

Genau das fordert die Staatsanwaltschaft jetzt für einen homophoben Angriff in Georgia

Am 12. Februar wurden Anthony Gooden (23) und sein Freund Marquez Tolbert (21) bei einem brutalen, homophoben Angriff im US-Bundesstaat Georgia schwer verletzt. Der Lebensgefährte seiner Mutter hatte die beiden in ihrem Zuhause mitten in der Nacht mit kochendem Wasser übergossen. Später sagte der Angreifer, Martin Luther Blackwell, laut einem Bericht des LGBTI-Onlinemagazins Project Q Atlanta der Polizei, er habe ihren Anblick nicht ertragen. Die 48-Jährige sagte: „Sie klebten aneinander wie zwei Wiener Würstchen, also kippte ich ein bisschen heißes Wasser drüber, um ihnen zu helfen. Sie werden es überleben.” Das werden sie. Marquez und Gooden haben aber schwere Verbrennungen am ganzen Körper und im Gesicht davongetragen. Die Geschichte ging um die Welt und inzwischen sind über 67.000 Dollar gesammelt worden, um ihre Krankenhaus- und Therapiekosten zu decken. Was nicht reichen wird, Ärzte prognostizieren einen Therapiezeitraum von mehreren Jahren, auch wenn Tolbert inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden ist.

Für seinen Angriff drohen Martin Luther Blackwell nun vorraussichtlich bis zu 80 Jahren Gefängnis.

Für seinen Angriff drohen Martin Luther Blackwell nun vorraussichtlich bis zu 80 Jahren Gefängnis. Das gab der zuständigge Fulton District Attorney Paul Howard jetzt bekannt. Der Täter muss sich vor dem lokalen Richter wegen schwerer Körperverletzung in zwei Fällen verantworten – aber nicht weil er ein Hassverbrechen begangen hat. Dafür gibt es in Georgia nämlich keine gesetzliche Grundlage.Dafür hat das FBI angekündigt, Blackwell in einem gesonderten Verfahren, auf Bundesebene wegen eines Hassverbrechens zu belangen. Das ist möglich. Ein Gesetz, das Verbrechen auf Grund von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität als Hassverbrechen verfolgt, existiert nur in 17 US-Staaten. Die Mutterdes Opfers sagte über den Täter, ihren ehemaligen Lebensgefährten: „Er ist kein Mensch. Ich weiß nicht, wie jemand so voller Hass sein kann. Da ist man mit jemandem länger zusammen, und weiß überhaupt nicht, wer dieser Mensch ist.“

Bild: Youtube

 


25 Kommentare

  1. Tony Mandano

    Ach des geht noch doppelt!

    Dafür sollte der jeden Tag seines jämmerlichen Lebens in der Zelle verbringen ohne Ausgang oder ähnliches! Dann kann er mal drüber nachdenken was er gemacht hat

  2. Phil Grafe

    Geil wie hier gleich wieder ausgerastet wird. Und ihr seid für Toleranz? Lächerliche Heuchler.

    Bestrafung ja aber 80 Jahre sind dann doch übertrieben.

  3. Phil Grafe

    Genau richtig wofür? Welchen Mehrwert denkst du denn wird diese Haft haben? Glaubst du er wird dadurch seine Ansichten ändern? Recht unwahrscheinlich…

  4. Bernd Marquard

    Super…. Nein, so sollte es nicht laufen! Unser Rechtssystem ist nicht alleine auf Rache aufgebaut! Es geht um angemessene Bestrafung und darum, dass man sowas künftig verhindert soweit es geht!

  5. Tony Mandano

    Unser Rechtssystem is der letzte … ein Vergewaltiger bekommt 1 Jahr auf Bewährung und n Steuerhinterzieher bekommt 6 Jahre

    Was is daran bitte gerecht????

  6. Christine Dittmer

    Phil Grafe..
    Richtig das wird seine Ansichten nicht ändern aber er kann niemanden mehr sowas antun..
    Und gleiches mit gleichem vergelten? …nee!! sind wir wirklich so?…und nee der ist gut dort eingesperrt und leidet dort unter seinesgleichen..

  7. Roman Hoffmann

    80 Jahre Gefängnis ohne vorzeitiger Entlassung finde ich angemessen für das Hassverbrechen! Schließlich sollen Strafen ja andere abschrecken und gleichzeitig sollen andere vor ihn geschützt werden!

  8. René Aberer

    sollte man mit ihm genauso machen.einfach mal in kochendes wasser werfen.einfach so aus spass.wenn denen das gleiche passieren würde, würden viele da eher überlegen ob sie nen scheiss machen

  9. Peter Mocikat

    Das wäre Rache und ist nicht nötig, denn ihm fehlt Mitgefühl und dies kommt von seiner Gehirnstruktur. Aber lange weg vom Fenster ist richtig damit er eine so grausame Tat nicht wiederholen kann.


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