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Das sind die homofreundlichsten Länder

Nepal, Puerto Rico und Mosambik klettern im Spartacus Gay Travel Index nach oben

Steht der Sommerurlaub schon? Oder will die verdiente Auszeit erst noch geplant werden? Dann lohnt sich ein Blick in den Spartacus International Gay Guide. Der Reiseführer für die LGBTI-Community erscheint seit über 40 Jahren und informiert über die rechtliche Situation von Schwulen und Lesben in insgesamt über 190 Ländern.

Wer nach Nepal, Puerto Rico oder Mosambik reist, der hat Glück: Diese Länder sind die drei Gewinner der aktualisierten Spartacus-Rangliste der homofreundlichsten Länder: dem Gay Travel Index. Der Himalaya-Staat Nepal klettert gleich 50 Plätze nach oben, weil es ein explizites Diskriminierungsverbot von Schwulen und Lesben aufgenommen hat. Weil Puerto Rico als US-Außengebiet die Ehe für alle einführt, gibt’s ein Plus von 41 Plätzen. Mosambik legalisiert entgegen des allgemeinen Trends auf dem afrikanischen Kontinent die Homosexualität: Das gibt einen Sprung von 37 Plätzen nach oben.

Trügerische Idylle: Malediven, Partnerland der Internationalen Tourismus-Börse

Keine Verbesserung ist dagegen von den Malediven zu melden. Der Inselstaat bietet mit seiner beeindruckenden natürlichen Umgebung ein spektakuläres Reiseziel. Doch für Homosexuelle ist die Lage sehr schwierig: Es gilt praktisch das Sharia-Recht, weshalb Schwule unter anderem zum Tod verurteilt werden können. Die Malediven widersetzen sich aktiv und wiederholt als eines der wenigen Länder öffentlich UN-Beschlüssen zur Anerkennung von LGBTI-Rechten. Zuletzt geschah das bei einer LGBTI-Resolution des UN-Menschenrechtsrat (UNHRC), die mit großer Mehrheit verabschiedet wurde.

Deutschland fällt weiter zurück

Die große politische Diskussion zur Einführung der Ehe für Homosexuelle in Deutschland nach dem Referendum im konservativen Irland und der Supreme Court-Entscheidung in den USA führte letztendlich zu keinen politischen Fortschritten. Bundeskanzlerin Angela Merkel wehrt sich weiterhin entschieden gegen die Ausweitung von LGBTI-Rechten. Die CDU ist und bleibt die einzige Partei im Bundestag, die sich öffentlich gegen die Ehe für alle wehrt. In absehbarer Zeit wird es dabei nach derzeitigem Stand auch bleiben. Es ist gut möglich, dass weitere Länder wie etwa die Schweiz oder Portugal an Deutschland im Ranking vorbeiziehen werden. Aktuell belegt Deutschland im Spartacus Gay Travel Index den 15. Platz.

Spitzenplätze und Schlusslichter bleiben konstant

Wie auch im Jahr zuvor sind unter anderem Iran, Saudi-Arabien, Somalia und Russland Schlusslichter des Spartacus Gay Travel Index 2016. Auch die Spitzenpositionen des Index bleiben unverändert: So liegt Schweden zusammen mit Großbritannien auf Platz 1, gefolgt von Belgien, den Niederlanden und Frankreich, die sich den folgenden Platz teilen.

Der gesamte Index lässt sich hier abrufen.

Foto: imago/Westend61


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