Eine sichere Bank

Großbritanniens größtes Bankhaus wirbt selbstverständlich mit einem schwulem Paar

Großbritaniens größte Bank hat sich vorgenommen, in ihrer seit Freitag laufenden neuen Werbekampagne das ganz normale Leben darzustellen, wozu für sie selbstverständlich auch schwule Paare gehören. Deswegen zeigt ihr neuer Spot Menschen, die in wichtigen Momenten ihres Lebens, solchen die sie vielleicht die Richtung ändern lassen, dargestellt werden. Eine Beerdigung, einen ersten Schultag, eine Geburt und eben einen schwulen Heiratsantrag, mitten auf dem Times Square in London. Während das Leben an ihnen vorbei gallopiert, in Form eines schwarzen Pferdes. Die auflösung für die Momente kommt in der zweiten Hälfte des Clips.

„Er hat JA gesagt”, steht groß auf Plakaten in ganz England, über zwei sich umarmenden Männern. So sieht Fortschritt aus.

Die auch die Grundlage für die Printkampagne sind, die den Spot begleiten, der so wie hier seit Freitag in Kinos und im Fernsehen quer durch den englischen Sprachraum ausgestrahlt wird, in hoher Schlagzahl. „He Said YES”, „Er hat JA gesagt”, steht groß auf Plakaten in ganz England, über zwei sich umarmenden Männern. So sieht Fortschritt aus. Lloyds Marketing Chefin Catharine Kehoe erklärt: „Die neue kampagne soll auf den spektukulären erfolg unserer Kampagne zu unserem 250-Jährigen jubiläum aufbauen. Wir wollen unseren kunden in den wichtigen Momenten ihres Lebens finanzielle Sicherheit geben, immer an ihrer Seite sein und sie selbstbewusst den nächsten Schritt machen lassen.” Wunderbare Spots mit Coming-outs, schwulen Vätern, Familien oder Paaren hat es in letzter Zeit immer wieder gegeben, allerdings nicht einen, der hunderte von Malen die Woche zwischen Waschmittel- und Autowerbung läuft.


2 Kommentare

  1. Ian Phillip Rutherford

    Yes! Britain is great. OK, nicht immer aber manchmal ?. Speziell in dieser Zeit in Deutschland, wenn AfD große Erfolge feiert wie wir gestern gesehen haben, muss die LGBT Community intelligente Lobby-Arbeit starten. In der letzten Zeit befürchte ich, ist man zu still geworden, weil es Fortschritte gab und man sich sicher fühlte. Die Sicherheit ist weiter zu verteidigen und zu verbessern, speziell jetzt, und nicht nur mit (schrillen ?) CSDs. Große Unternehmen habe viel Macht. Wenn man sie interessieren kann für LGBT Themen und Anliegen, werden sie vielleicht auch etwas starten wie Lloyd’s und zeigen, dass wir wie alle Leute sind. Die großen Unternehmer in Deutschland haben am Tag nach der Wahl ihre Sorge über den AfD Erfolg mitgeteilt (gerade gehört in „Tagesthemen”), vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt, mit ihnen in Kontakt zu gehen.


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