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Papst ersetzt Kim Davis-Fan

Der Erzbischof der das Treffen mit der Standesbeamten organisiert hatte, wird entlassen

Der Papst wird einen hochrangigen Mitarbeiter entlassen, der im Vatikan dafür verantwortlich gemacht wird, das Treffen mit der LGBTI-feindlichen Standesbeamtim Kim Davis organisiert zu haben. Dieses Treffen fand auf der letzten USA-Reise des Oberhauptes der katholischen Kirche im September statt und sorgte für einen weltweiten Skandal, der die restlichen und eigentlichen Sachfragen der Papstreise und die Botschaft die der Pontifex senden wollte, überschattete. Davis war, als sie den Papst traf, die Hauptprotagonistin eines monatelangen, medial begleiteten Spektakels gewesen, weil sie sich nach der Eheöffnung geweigert hatte, ihre Pflicht als Angestellte des Bundesstaates Kentucky zu erfüllen und Heiratsurkunden auch für gleichgeschlechtliche Paare auszustellen.

Außerdem wurde verbreitet, der Papst sei vor dem Treffen mit Davis nicht vollständig über deren Person informiert worden, eine Peinlichkeit sondergleichen.

In der Folge der Davisschen Einzelaudienz bei Franziskus, hatte die Kirche immer wieder versucht, das Treffen der beiden herunterzuspielen und erst geleugnet, dass es überhaupt stattgefunden hatte. Vielleicht um Schadensbegrenzung zu betreiben und nicht weiter mit Davis in Zusammenhang gebracht zu werden, wurde ein Video veröffentlicht, indem der Papst einen ehemaligen Schüler und dessen Ehemann trifft, freudig begrüßt und umarmt. Außerdem wurde verbreitet, der Papst sei vor dem Treffen mit Davis nicht vollständig über deren Person informiert worden, eine Peinlichkeit sondergleichen. Der Mitarbeiter den der Papst jetzt freistellt, weil er allgemein als der Verantwortliche für das Debakel gesehen wird, ist nicht irgend ein kleines Licht, sondern der Apostolische Nuntius der Kirche in den USA, Erzbischof Carlo Maria Viganó.

Viganó, der sein Amt seit 2011 bekleidet, wird, auf Wunsch des Papstes, durch den Franzosen Christophe Pierre ersetzt.

Laut dem Portal Christian Today wird Viganó, der sein Amt seit 2011 bekleidet, auf Wunsch des Papstes durch den Franzosen Christophe Pierre ersetzt werden. Und das, obwohl der Vatikan bislang auf dieser Position beharrte: „Der Papst hat sich mit Mrs Davis nicht über die Details ihrer Situation ausgetauscht. Und sein Treffen mit ihr sollte nicht als Unterstützung ihrer komplexen und weitverzweigten Positionen angesehen werden.” Was auch stimmt: Franziskus hatte auf seinem Heimflug noch geäußert, wie gut er und Davis sich unterhalten hätten.

Bild: Imago/Independent Photo Agency Int.

 

 

 

 


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