Ukraine: Rechte gegen LGBTI-Event

Wütender Mob warf Rauchgranaten und Steine

In Lwiw, im Westen der Ukraine, hat ein wütender Mob ein Hotel angegriffen, wo das „Equality Festival” stattfand – eine Veranstaltung für LGBTI-Rechte. Die etwa 200 Rechtsextremen waren teilweise maskiert und zeigten den Hitlergruß, wie im Video zu sehen ist. Als Teilnehmer das Hotel verließen, flogen Rauchgranaten und Steine – auf Menschen und auf bereitstehende Busse. Mindestens ein Mensch wurde verletzt.

Ukraine Homophobie

Tetyana Mazur von Amnesty International (Foto: Twitter)

Amnesty International erklärte, es gebe immer wieder Angriffe auf Homo- und Transsexuelle in der Ukraine. Die Gewalt sei damit zu erklären, dass die Täter straffrei blieben und die Behörden nicht angemessen reagierten, erklärte die Ukraine-Chefin der Menschenrechtsorganisation, Tetyana Mazur, laut Agentur AFP. Nach Medienberichten habe die Polizei keinen der Angreifer festgenommen. Die Beamten hätten aber „pädagogische Gespräche” mit ihnen geführt.

Die Kirche warnte vor einem „teuflischen Krieg”

Lwiw ist mit einer Dreiviertelmillion Einwohnern die siebtgrößte Stadt der Ukraine und eine Hochburg der Nationalisten. Die LGBTI-Veranstaltung hatte schon im Vorfeld für Kontroversen gesorgt: Die griechisch-katholische Kirche der Ukraine hatte sie in einem Schreiben an die Stadtverwaltung als „Provokation und Zeichen eines teuflischen Krieges” bezeichnet.

Erst in der vergangenen Woche hatte die LGBTI-Organisation Nash Mir einen Bericht vorgelegt, wonach sich die Situation in der Ukraine für Schwule und Lesben gebessert habe. Der Titel der Studie lautet „Das Eis ist gebrochen”.

Titelbild: Screenshot


10 Kommentare

  1. Joerg Schnellbaecher

    Der Ruck nach Rechts ist in Osteuropa, Europa und Deutschland ständig fortschreitend. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir mit Gewalt von deutschen Mitbürgern durch deutsche Straßen geprügelt werden. Und es wird niemanden, ausser den Betroffenen, interessieren.

  2. Andreas Wolfgang Krieg

    Da erkunde Dich mal bei der Russlandhasserin und Kriegstreiberin Marieluise Beck und der Vorsitzenden der Grünen Fraktionsvorsitzendin im Europaparlament. Den Namen dieser Person habe ich leider vergessen.


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