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Ist Homosexualität in Kenia bald legal?

Aktivisten haben vor dem höchsten Gericht des Landes Klage eingereicht

LGBTI Aktivisten in Kenia haben vor dem höchsten Gericht des Landes Klage gegen das Verbot von Homosexualität in dem afrikanischen Land eingereicht. Eric Gitari, ein Mitglied der Gay and Lesbian Human Rights Commission von Kenia, einer großen LGBTI-Organisation,  hat die Klage gegenüber dem Gericht damit begründet, dass das Verbot von Homosexualität verfassungswidrig ist, weil es die Rechte auf Gleichheit vor dem Gesetz und Schutz der Privatsphäre von Lesben und Schwulen einschränkt. In der Klageschrift ist unter anderem folgender Satz enthalten: „Diese Art von Gesetz verletzt die Menschenwürde der Personen, die von ihm betroffen sind, weil sie deren intimste und privateste Möglichkeit der Entfaltung ihres ureigensten Selbst einschränken.“

Wir müssen uns immer wieder mit Fällen auseinandersetzen, in denen Menschen von anderen verletzt werden, weil die mit der sexuellen Orientierung ihrer Opfer nicht einverstanden sind.

Gitari sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Wir müssen uns immer wieder mit Fällen auseinandersetzen, in denen Menschen von anderen zusammengeschlagen und verletzt werden, weil die mit der sexuellen Orientierung ihrer Opfer nicht einverstanden sind. Unsere Klienten können in diesen Fällen nicht polizeilich gegen die Täter vorgehen, ohne vorher einem Polizisten erklären zu müssen, was es genau war, das sie da mit einem anderen Mann in ihrem Schlafzimmer getan haben und so selbst zuzugeben, etwas getan zu haben, das im Moment noch eine schwere Straftat darstellt.“

Bei seinem Kenia Besuch im letzten Sommer hatte US-Präsident Obama öffentlich auf eine Entkriminalisierung von Homosexualität gedrängt.

Im Moment stehen in Kenia auf Homosexualität, auch einvernehmlicher Homosexualität zwischen Erwachsenen, bis zu 14 Jahre Gefängnis. Die weit verbreitete Homophobie wird dadurch verstärkt, dass Politiker immer wieder versuchen, die Gesetze noch zu verschärfen. auch die Todesstrafe für LGBT wird immer wieder öffentlich gefordert. Das Gesetz das im Moment angewandt wird, stammt aus dem Jahr 1930 und besagt, dass „jede Person die weiß, dass sich jemand gegen die natürliche Ordnung verhält oder dies selbst tut, begeht eine schwere Straftat und soll mit Zuchthaus von bis zu 14 Jahren bestraft werden.“ Seit 2010 werden auch vermehrt Lesben verhaftet, obwohl sie im Gesetz nicht explizit erwähnt werden. Bei seinem Kenia Besuch im letzten Sommer hatte US-Präsident Obama öffentlich auf eine Entkriminalisierung von Homosexualität gedrängt. Kenias Präsident Uhuru Kenyatta hatte Obama darauf hingewiesen, dass ihre beiden Länder in dieser Frage zu keiner Übereinkunft finden würden.

Bild: via Twitter

 


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