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Obama könnte Merkel Eheöffnung erklären

Der Präsident bedankt sich bei seinen Töchtern für die Hilfe beim Verstehen der Eheöffnung

US-Präsident Barack Obama hält sich derzeit in Deutschland auf, um mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über TTIP zu reden. Heute haben sie die Hannover-Messe besichtigt und sich dabei angeregt, und laut Auskunft beider Seiten, „freundschaftlich“ unterhalten. Und gute Freunde können sich ja Sachen sagen. Und erklären. Die perfekte Gelegenheit für den Barack, der Angela zu erzählen, was er am Wochenende schon 500 Leuten bei einer öffentlichen Veranstaltung in London erzählt hat: Dass es seine Töchter, die 17-Jährige Malia und die 14-Jährige Sasha, waren, die ihm jahrelang erläutert haben, warum „zivile Partnerschaften“ nicht das Gleiche sind, wie eine „Ehe“, und warum er dafür sorgen muss, dass auch seine und ihre LGBTI-Freunde und andere gleichgeschlechtliche Paare heiraten können.

Mit Malia und Sashas Hilfe lernte ich zu verstehen, dass es bei der Sache eben nicht nur um gleiche Rechte, sondern auch um ein Stigma geht.

„Ich muss gestehen, meine Kinder haben diese Entscheidung beeinflusst“, sagte er. „Mein ursprünglicher Gedanke, war der, dass es keinen Unterschied macht, ob es nun ‚Zivile Partnerschaft‘ oder ‚Ehe‘ heißt, solange damit die gleichen Rechte verbunden sind und LGBTI so um die religiösen Konnotationen herumkommen, mit denen das Wort ‚Heirat‘ in den Köpfen der meisten Amerikaner immer noch verknüpft ist. Aber mit Malia und Sashas Hilfe, über Gespräche mit AktivistInnen und schwulen Paaren, lernte ich zu verstehen, dass es bei der Sache eben nicht nur um Rechte, sondern auch um ein Stigma geht, dem gleichgeschlechtliche Paare oft ausgesetzt sind. Menschen die ich liebe, die in gleichgeschlechtlichen, monogamen Partnerschaften leben, haben geholfen, mir die Augen für etwas zu öffnen, das mir viel früher hätte klar sein müssen: wenn etwas nicht es gleich heißt, ist es in unserer Gesellschaft nicht gleich und hat in den Augen vieler nicht den gleichen Wert.“

Sie haben erst die politische Landschaft, dann die Herzen und Gedanken der Bevölkerung und dann die Gesetze geändert.
„Das Marriage-Equality-Movement ist die am schnellsten erfolgreiche Bürgerrechtsbewegung die ich kenne. Sie haben erst die politische Landschaft, dann die Herzen und Gedanken der Bevölkerung und dann die Gesetze geändert. Alles innerhalb weniger Jahrzehnte und mit ständig wachsender Geschwindigkeit.“ Obama lobte die Fähigkeit von LGBTI-Aktivisten, auf ihre konservativen Gegner zuzugehen und ihnen klarzumachen, dass es bei der Eheöffnung um traditionelle Familienwerte geht, die sie einfach nur für alle möglich machen wollen: „Familie, Verantwortung, eine wahre Partnerschaft zwischen zwei Menschen“. Auf einer Pressekonferenz am Freitag hatte sich der Präsident schon gegen die Anti-LGBTI-Gesetze in North Carolina und Mississippi ausgesprochen, sie seien „falsch und müssen rückgängig gemacht werden“.  Wie gesagt, es gibt einiges, was Angela Merkel von Barack Obama lernen kann.
Bild: Imago/Xinhua

11 Kommentare

  1. Matty Raatzsch

    Die versteht nicht mal die Führung einer Ehe im traditionellem Sinn… Oder Kinder bekommen… Oder danke an die Bürger zur Unterstützung mit den Flüchtlingen… Oder Unterstützung von Deutschen die Arbeit tatsächlich suchen… Da sind Nachhilfestunden erforderlich… Die Frau kann dahin gehen wo keine Sonne scheint…

  2. Mike Huber

    Sie hat ja schon beim Interview mit LeFloid gesagt, dass für sie Die Ehe ein Privileg zwischen Mann und Frau ist… Da wird sich also an ihrer Meinung zu 95% nix ändern…

  3. René Boucher

    Aktuell gibt es mit Sicherheit wichtigere Probleme als Dieses, auch wenn ich es begrüßen würde, wenn diese empathielose „Nichtssagerin“ das endlich mal von allein merkt.

  4. Wolfgang W. Jost

    Das glaube ich aber bei DIESER zeitfremden, altmodischen, diskriminierenden EINEN, BauchreGIERung, Politik(-er) und C-Parteien u.w. erst wenn gleiche Rechte auch wirklich „im 21. Jahrh. endlich“ gegeben und niedergeschrieben sind ….. Denn erst dann sind solchen falschen, abgöttischen, mittelalterlich lebenden (Auf-)Hetzern, Eigen- und Falschdarstellern, Sippen, Vereinen, Bündnissen die sich da anmaßen, die Grundlage für Ihre Unmöglichkeiten genommen. Erst dann ein Zusammenleben mit Respekt, Toleranz und Achtung der Jedem seines Privatlebens gegeben. 🙁


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