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In Berlin wird die Ehe geöffnet

Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz beschließt Traugottesdienste für alle

Ab Juli gibt es auch für Homo-Paare in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Traugottesdienste. Die Landeskirche mit einer Million Mitgliedern ist nach Hessen-Nassau und dem Rheinland (MÄNNER-Archiv) die dritte, die die Eheschließung für schwule und lesbische Paare öffnet. Den Beschluss fasste die Landessynode heute in geheimer Abstimmung: Eine große Mehrheit von 91 Kirchenparlamentariern war dafür, zehn stimmten dagegen und vier enthielten sich.

Ablehnung ist schriftlich zu begründen

Es gab in den vergangenen 14 Jahren bereits die Möglichkeit für gleichgeschlechtliche Paare, sich in eigenen Gottesdiensten trauen zu lassen. Ab Sommer wird die Trauung die Regel sein. Allerdings gibt es für eine Übergangszeit von fünf Jahren Ausnahmen: Pfarrer und Gemeindekirchenräte, die diese Öffnung nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können, können sich weigern. Allerdings müssen sie die Ablehnung schriftlich begründen.

Kirche Trauung schwul

Die Tagung der Landessynode geht heute zu Ende (Foto: EKBO)

„Menschen in unserer Kirche erleben Diskriminierung“, sagte der Berliner Propst Christian Stäblein. „Es muss um unser aller Willen darum gehen, dass wir das ändern.“ Es gebe keinen Grund dafür, Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung auszuschließen.

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg, LSVD, nannte den Beschluss „außerordentlich erfreulich”. Die Evangelische Kirche vollziehe damit „einen großen Schritt” und sei als Religionsgemeinschaft weiter als der deutsche Staat, so LSVD-Landesgeschäftsführer Jörg Steinert.

In der Bibel steht, es sei unnatürlich, dass Frauen kurze Haare tragen

Vor der Synode hatten rund 20 evangelische Kirchengemeinden aus Brandenburg und der Oberlausitz protestiert, die gegen die Trauung für alle sind. Sie verlangten, dass das Thema wieder von der Tagesordnung verschwindet, konnten sich jededoch nicht durchsetzen.

„Es gibt bei uns natürlich unterschiedliche Arten, die Bibel auszulegen“, sagte dazu Bischof Markus Dröge. So gebe es Bibelstellen, die Homosexualität kritisch sehen. Man müsse aber die Auslegung in einen historischen Kontext einordnen. Was die Alltagstauglichkeit der Heiligen Schrift angeht, sagte Dröge:  „In der Bibel steht auch, es sei unnatürlich, dass Frauen kurze Haare tragen.“

Was die katholische Konkurrenz betrifft, hatte der Papst erst gestern klar gemacht, dass homosexuelle Paare auf Enthaltsamkeit setzen sollten, um den „Willen Gottes ganz zu erfüllen”. Von einer Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ist die Katholische Kirche noch weit entfernt. (MÄNNER-Archiv)

Titelbild: Imago/UPI Photo


29 Kommentare

  1. Bernhard Kreiner

    finde es leider traurig das man dauernd erhofft vom homophobsten konzern der erde anerkennung zu erfahrung warum macht man nix eigenes jedesmal der vatikan mafia geld zuwerfen–das papst dingens macht geschäfte mit jedem homophoben arschloch weltweit- sie hassen kondome und kinder lassen schlagen oder schlimmeres warum will man von bestien anerkennung

  2. Bernhard Kreiner

    und soviel besser sind evangele auch nicht man muss sich von beiden bestien lösen und endlich was eigenes machen ekelhaft solchen idioten geld und anerkennung nachwerfen

  3. Bernhard Meister

    Bei diesem Thema muß man immer aufpassen was man schreibt. Ich bin auf jeden Fall nicht dafür, das gleichgeschlechtliche Paare in der Kirche heiraten sollten. Es verstösst gegen die christlichen Werte, daß eine Ehe aus Mann und Frau bestehen sollte. Genügt es denn nicht, daß gleichgeschlechtliche Paare standesamtlich heiraten.

  4. Wolfgang Brosche

    Mirko Welsch, jetzt aber husch in den Beichtstuhl und zerknirscht Untaten gestehen…besonders das Unwesen, das Sie mit der AfD treiben. Aber vorher schön die Hände waschen und den Mund ausspülen.Tu ich auch immer,nachdem ich was von Ihnen lesen mußte – wenn man das nur eine Viertelstunde laut liest, dann beginnt man nämlich aus dem Munde zu stinken!

  5. Bernhard Kreiner

    zu einem eigenem projekt also zu einen eigenständigen konkurenten— ohne bibel ohne thora und ohne koran oder anere homophobe bücher- unsere lebensweise istgöttlich genug wir müssen niemanden vorschreiben wen wir lieben oder was wir essen wollen-

  6. Maik Giese

    Im christlichen Glauben geht es um Nächstenliebe und nicht um Vorverurteilung. Weder Gott noch sein Sohn Jesus oder der heilige Geist haben etwas gegen Homosexuelle, sondern nur dumme Menschen wie Sie.

  7. Sven Elke Ritter

    Nein das reicht nicht….da auch wir die gleichen Rechte haben wollen als Mann und Frau wenn sie heiraten…alle Pflichten einer „Normalen” Ehe dürfen wir haben aber die Rechte stehen uns nicht zu DANKE…da fehlen mir die Worte wie verbohrt man sein kann

  8. Levi Frost

    Mal abgesehen von gleichen Rechten soll es ja tatsächlich homosexuelle Menschen geben, die sich im christlichen Glauben (und bei Gott) gut aufgehoben fühlen. Wie kann der Verbindungswunsch, ihre Liebe, ihr Wille zur Verbindlichkeit und ihr Wunsch nach Gottes Segen dieser Menschen gegen christliche Werte verstoßen, Bernhard Meister? Schwule, Lesben und Transmenschen sind doch keine Personen zweiter Klasse, für die Prozedur auf dem Standesamt bittschön genügen möge. *Kopfschüttel* Ich frage mich wirklich, wie manch ein gläubiger Christ so menschenverachtend argumentieren kann. Was mag wohl dessen Schöpfer zu ihm sagen, wenn es soweit ist?

  9. Nadja Henden

    Unfassbar das die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren noch nicht überall gleichgestellt ist! Es soll heiraten dürfen wer sich liebt PUNKT! Aber Hauptsache im Fernsehen gibt es Shows mit blind Wedding wo Paare heiraten dürfen, die sich nichtmal kennen oder Zwangsheiraten; das ist natürlich völlig in Ordnung solange es Mann und Frau sind! Da fallen mir nur Worte ein, die zensiert gehören!

  10. Fronk Reisch

    Vor Gott sind alle Menschen gleich! Also dürfen wir Homosexuellen auch im Angesicht Gottes heiraten!!! Nur die unfassbare Dummheit der Menschen erlaubt das nicht! Und christliche Werte??? Wie oft werden diese denn von den Heteros hinsichtlich Ehe getreten?!?!? Schon mal die Statistik von Scheidungen vernommen???? Also, einfach mal die Fresse halten!

  11. Peter Mocikat

    Bernhard Meister: Nein eigentlich sollte das nicht genügen für Menschen. War Jesus der heilige Mann nicht vornehmlich mit Männern bzw. seinen Jüngern umgeben?Er liebte alle auch Maria Magdalena, wenn er der heilige Mann war – was ich glaube-Ich glaube nicht das er Gottes Sohn war das ist ein in die Irre führender menschlicher Begriff den sich die Oberen der Kirchen ausgedacht haben um die Menschen zu verdummen. Und von sexueller Liebe muss er auch was verstanden haben bzw. praktiziert haben weil die Gottes-Natur uns dies eingegeben hat. Wenn er nur keusch gewesen wäre, wäre er ja unvollkommen gewesen. Siehe den Film „Das Sakrileg”!

  12. Dennis Thiede

    Christliche Werte legen immer noch Christen fest. Ehefrauen wegen Untreue steinigen, Kinder in die Sklaverei verkaufen, Verbot Schalentiere zu essen usw. sind ja heute auch kein Thema mehr.

  13. Bernhard Meister

    Es ist schon erschreckend mit welcher Aggression hier argumentiert wird. Ich verurteile auch keinen, nur weil er homosexuell ist. Die Homosexuellen sind auch nicht von der Kirche ausgeschlossen. Es geht hier nur um die kirchliche Trauung. Es hat nun mal seinen Sinn warum Gott zwei Geschlechter erschaffen hat und diese bedürfen einen besonderen Bund mit Gottes Segen. Gott hätte es sich ja einfacher machen können wenn er nur Zwitter erschuff.


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