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Einhörner gab es wirklich

Sie waren echt häßlich und sind viel später ausgestorben, als man denken würde

Der schwule Mann wird weltweit gern als Einhorn dargestellt, und zwar in rosa. Warum das so ist, kann sich jeder selber denken, oder? Wenn nicht: Wegen der zwei „Hörner“ die aufeinandertreffen, wenn sich Einhörner begegnen. Total originell, nicht wahr? Und weil es ja ein „mythisches Fabelwesen“ ist. Das es nicht wirklich gibt. Dachte man jedenfalls bisher. Jetzt stellt sich heraus: Alles falsch. Einhörner gab es wirklich, und zwar sehr lange und bis vor relativ kurzer. Zeit. Juchei! Der einzige Nachteil: Sie waren echt häßlich. Aber, man kann eben nicht alles haben.

Was bedeudet, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass Einhörner und Menschen sich begegnet sind.

Das wir das jetzt wissen, kam so: Forscher haben in der Pawlodar-Region in Sibirien letztes Jahr einen Einhornschädel gefunden. Jetzt könnte man denken, „Jaja, Einhornschädel gefunden. Gleich neben der fliegenden Untertasse, oder was?“ Das Ganze ist aber, wie man in einer jetzt veröffentlichten Studie im sehr ernstzunehmenden American Journal of Applied Sciences nachlesen kann, absolut ernst gemeint: Das sibirische Einhorn, auf gut wissenschaftlich „Elasmotherium sibiricum“, ist demnach vor rund 29.000 Jahren ausgestorben.  Bisher hatte man gedacht, das sei schon vor 350.000 Jahren passiert. Was bedeutet, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass Einhörner und Menschen einander begegnet sind.

Einhorn

So haben die Einhörner wohl ungefähr ausgesehen. Fehlt nur noch eine Regenbogenfahne, oder? (Foto via Wikimedia Commons/Heinrich Harder.)

Denn Homo Sapiens haben schon vor 50.000 Jahren begonnen, die Region Asiens zu besiedeln, die jetzt als Refugium der Einhörner gilt. Was auch die nicht tot zu kriegenden Geschichten über sie begründen würde. Unglücklicherweise haben die Wissenschaftler „Elasmotherium sibiricum“ der Familie der Rhinozerosse, sprich Nashörner, zugeschlagen. „Wahrscheinlich hat sich diese Nashornart in dieser Region Sibiriens einfach am längsten gehalten“, erläuterte Andrey Schipanski, einer der Forscher. „Aber vielleicht waren sie auch viel mobiler als wir denken und waren viel weiter südlich und östlich ebenso verbreitet.“ In Berlin, Köln und Hamburg zum Beispiel. Wie heute.

 Bild: Wikicommons/Foto: Exterface


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