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Färöer Inseln öffnen die Ehe

Das Parlament hatte noch im März den Willen der eigenen Bevölkerung ignoriert

UPDATE (30.4.2016) Die Färöer-Inseln haben doch noch die Ehe geöffnet. Das Gesetz wurde mit 19 zu 14 Stimmen angenommen. Die Bevölkerung hatte sich zuvor mit über 70 % für die Gleichstellung ausgesprochen.

Die Vorgeschichte: Es hat alles nichts genützt. Dänische, isländische und Politiker skandinavischer Länder hatten in den letzten Tagen an die Parlamentarier auf den Färöer Inseln appelliert, sich dem Willen der Mehrheit ihrer Wählerinnen und Wähler zu beugen und für die Öffnung der Ehe zu stimmen, aber die taten nichts dergleichen. 26 von 36 Mitgliedern des Parlaments stimmten gegen einen Antrag die Ehe in dem Ministaat zu öffnen. Die Färöer sind das letzte nordeuropäische Land, dessen LGBTI Bevölkerung keine Form der juristischen Partnerschaft offen steht. Dabei sind nach Umfragen über 70 Prozent der knapp 47.000 Einwohner der Inseln für die Öffnung der Ehe für schwule und Lesben.

Beobachter erwarten, das sich das Staatsoberhaupt der Färöer, Königin Margrethe II. von Dänemark, enttäuscht über die Abstimmung äußert.

Die Färöer sind eine aus achtzehn Inseln bestehende Inselgruppe im Nordatlantik, zwischen Großbritannien, Dänemark und Island, die als autonome politische Einheit und eigenständige Nation mit eigener Regierung Teil von Dänemark ist. Es wird dänisch und färöisch gesprochen und die Einwohner betrachten sich nicht als Dänen, sondern als Nachfahren der Wikinger, die sich seit dem Mittelalter auf siebzehn der achtzehn Inseln angesiedelt haben. Dänemark hat schon 1989 die eingetragene Partnerschaft eingeführt und 2012 die Ehe geöffnet. Beobachter erwarten, das sich das Staatsoberhaupt der Färöer, Königin Margrethe II. von Dänemark, enttäuscht über die Abstimmung äußert. Sie gilt als Freundin der LGBTI-Community.

Bild: Imago/Seeliger


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