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„Absolut logisches Menschenrecht”

Die Isle of Man öffnet die Ehe für schwule und lesbische Paare

Die Isle of Man liegt in der Irischen See, auf halber Strecke zwischen Belfast und Blackpool. Die Insel mit ihren 85.000 Einwohnern ist zwar, da autonomer Kronbesitz, direkt der britischen Krone unterstellt, aber weder Teil des Vereinigten Königreichs noch Britisches Überseegebiet und auch nicht Mitglied der EU.

Heteros haben Recht auf Eingetragene Partnerschaften

Am Abend beschloss das Oberhaus des Parlaments mit sechs zu drei Stimmen, die Ehe zu öffnen. Das „Marriage and Civil Partnership (Amendment)“ Gesetz wurde nach dritter und entscheidender Lesung gebilligt. Demnach dürfen Homo-Paare gleichberechtigt heiraten, und heterosexuelle Paare haben das Recht, auch Eingetragene Partnerschaften einzugehen, die sogennannten Civil Partnerships. Letzteres ist im Rest des Vereinigten Königreiches nicht erlaubt. Das höchste Gericht von England hatte Ende Januar entschieden, dass die Diskriminierung, die Heterosexuelle derzeit in der Partnerschaftsgesetzgebung erfahren, in Übereinstimmung mit dem Gesetz ist (MÄNNER-Archiv).

Isle of Man

Allan Bell, Oberster Minister der Isle of Man (Foto: Twitter)

Homosexualität war auf der Isle of Man noch bis 1992 verboten. Wer erwischt wurde, musste mit lebenslanger Haft rechnen. Zu Beginn der parlamentarischen Debatte im Oktober hatte sich der oberste Minister Allan Bell gouetet und erzählt, dass er seit 21 Jahren mit einem Mann zusammenlebt. „Alle wussten, dass ich schwul bin“, so Bell. „Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, aber es hat auch niemand gefragt.“

Jeder, der seinen Partner liebt, muss das gleiche Recht haben, sein Leben mit ihm zu teilen

Bell berichtete von Zeiten, als in den 80er und 90er Jahren im Parlament zutiefst homophobe Kommentare gefallen sind – auch in seinem Beisein wurde immer wieder gefordert, dass Homosexualität ein Verbrechen bleiben sollte. Das irische Referendum im Mai 2015 (MÄNNER-Archiv) habe ihm geholfen, sich über ein paar Dinge klarzuwerden, und dass er in seinem Umfeld keine negative Reaktion auf die Entscheidung gehört habe, habe ihn ermutigt.

„Jeder, der seinen Partner liebt – gleich- oder verschiedengeschlechtlich -, muss das gleiche Recht haben, sein Leben mit ihm zu teilen […] Es ist ein absolut logisches Menschenrecht“, so Bell.

Titelbild: Fotolia


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