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Kein Porno mehr für North Carolina

Erotikriese sperrt Zugang zu seiner Seite wegen der Hate-Gesetze in dem US-Bundesstaat

Die Menschen in North Carolina haben es gerade schwer. Rockstars sagen ihre Konzerte ab, internationale Firmen verlassen den Staat und die US-Regierung prüft, ob der US-Bundesstaat in Zukunft noch die gleichen Steuergelder bekommt wie bisher. Der Grund dafür ist HB2m, oder, offiziell ‘Public Facilities Privacy and Security Act’. Das Hassgesetz erlaubt die Diskriminierung von LGBTI und kommt, außer beim Gouverneur wirklich nirgends gut an.

Diese Gesetze sind blanke Diskriminierung. Etwas, dass wir nicht tolerieren.“

Neuester Beleg dafür: XHampster, eine der größten Streamingplatformen für kostenlose Internetpornografie versorgt seit Montag 12.30 Uhr EST niemanden mehr mit seinem Angebot, der in North Carolina wohnt. Statt der mehr oder weniger unterhaltsamen Startseite sehen Menschen, die in dem Bundesstaat die Internetadresse xhamster.com in ihren Browser eingeben, einen Link zu einer Petition, die das Ziel hat, HB2 zu beseitigen. Unternehmenssprecher Mike Kulich sagte der amerikanischen Ausgabe der Huffington Post: „Wir haben uns die letzten 50 Jahre für die Gleichstellung aller Lebensweisen eingesetzt. Diese Gesetze sind blanke Diskriminierung. Etwas, dass wir bei Hamster nicht tolerieren.“

Die Suchbegriffs-Statistiken aus North Carolina (Bild: Twitter)

Die Suchbegriffs-Statistiken aus North Carolina (Bild: Twitter)

Und weiter: „Wenn man sich mal anguckt, was Menschen aus North Carolina sich auf unserer Seite reinziehen, scheint uns das eine schwere Strafe zu sein. Wir werden nicht unsere Steuergelder an ein System verschwenden, das solchen Müll fördert und unterstützt. Wir respektieren alle sexuellen orientierungen und treten ihnen liebevoll gegenüber.“ Die Firma veröffentlichte auf ihrem Twitter-Profil die Suchanfragen aus North-Carolina für den Monat März: „400.000 Kunden haben nach ‚transsexuell‘ und 319.907 nach ‚gay‘ gesucht. Scheint, die North Carolina sind viel toleranter, wenn es um ihren Pornografie geht, als bei ihren Mitmenschen. … Wir glauben, so erreichen zu können, was Bruce Springsteen nicht schafft.“

Bild: Fotolia/Ana Blazic Pavlovic


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