Male couple sitting with their pet dog

Liebe ist gut gegen Depressionen

Wer mit seinem Partner lebt, hat ein deutlich geringes Risiko für psychische Probleme oder Erkrankungen

Schwulen Männer geht es, verglichen mit Heterosexuellen, deutlich schlechter, was ihre psychische Gesundheit anbelangt. Das Suchtrisiko ist größer. Die Selbstmordrate ist, besonders bei Schwulen unter 25, um ein Vielfaches erhöht. Die Gefahr an Depressionen zu erkranken, ist viermal so hoch, wie bei heterosexuellen Vergleichsgruppen. Die Erfahrungen mit Gewalt, Homo- und Transphobie und das Coming-out können sehr belastend sein und sind es oft. Bei Schwarzen erhöhen sich all diese Risiken noch einmal das Drei- bis Fünffache. Es gibt allerdings zwei hochwirksame Gegenmittel: Zeit und Liebe.

Wer in großen Städten mit funktionierenden Szenen lebt, ist genauso im Vorteil, wie Männer, die gut ausgebildet sind und gut verdienen.

Ein Studie an der London School of Hygiene and Tropical Medicine, die sich mit den Unterschieden in geistiger Gesundheit zwischen homosexuellen und bisexuellen Männer beschäftigte und dafür 5.799 von ihnen, die älter als 16 waren, zu ihren Erfahrungen mit Depression, Angst, Selbstmordgedanken und Selbstverletzung  befragte, ist da relativ eindeutig. Schwule und Bi-Männer unter 26 haben ein sechsmal höheres Selbstmordrisiko, wie die Vergleichsgruppe der über 45-Jährigen.

Eine Frage zwischendurch:

Die Umfrage ist bereits beendet!Hier die Ergebnisse:

Was ist der richtige Umgang mit Hasskommentaren?

Wer in großen Städten mit funktionierenden Szenen lebt, ist genauso im Vorteil, wie Männer, die gut ausgebildet sind und gut verdienen. Dr. Ford Hickson, beschreibt das so: „Unsere Studie hat bewiesen, dass Alter und die Ethnie eine entscheidende Rolle dabei spielen, ob jemand Gefahr läuft, psychische Probleme zu bekommen. Auch das Einkommen und der Bildungsstand spielen hier eine große Rolle. Minderheiten sind eigentlich homogener, als wir das hier vorgefunden haben. Die Bandbreite innerhalb der Gruppe war enorm.

Wer sein Depressionsrisiko deutlich reduzieren will, sollte sich einfach verlieben.

Aber auch die Lebensumstände variierten stark. Die Verbreitung psychischer Erkrankungen bei Schwulen und Bisexuellen lässt sich mit der in der Gesamtbevölkerung vergleichen und richtet sich nach ähnlichen Parametern von Rasse, Einkommen und Bildungsstand. Wir müssen dafür sorgen, dass jeder Zugang zu den Einrichtungen und Experten hat, die ihm hier helfen können.“ Wer sein Depressionsrisiko deutlich reduzieren will, sollte sich einfach verlieben: Männer die mit ihrem Freund oder Ehemann zusammenleben, leiden nur halb so oft an Depressionen wie Singles. Keine Überraschung, aber doch schön.

Bild: Fotolia/dlgImages


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