Diversity People Group Team Meeting Concept

Unternehmen mit LGBTI erfolgreicher

Credit Suisse Report: Schwule Mitarbeiter machen Firmen profitabler

Die Schweizer Privatbank und Unternehmensberatung Credit Suisse hat eine Studie veröffentlicht, die bestätigt, was viele Chefs und ChefInnen weltweit längst wissen: LGBTI sind gut für die Profitrate von Unternehmen. Besonders in Führungspositionen machen LGBTI-MitarbeiterInnen* Firmen erfolgreicher als ihre Konkurrenten, sorgen für mehr Umsatz und eine höhere Zufriedenheit von allen Mitarbeitern mit dem eigenen Unternehmen.  Für seinen Report analysierte Credit Suisse 270 Firmen, die als LGBTI freundlich gelten. Das heißt, sie standen entweder auf dem eigenen, seit 2013 existierenden LGBT Equality Index™ von Credit Suisse, der die achtzig erfolgreichsten, LGBTI-freundlichen Unternehmen und deren wirtschaftlichen Erfolg listet, oder sie hatten mehr als 80 Punkte auf dem Corporate Equality Index der Human Rights Campaign (HRC) bekommen. Diesen Firmen gemein ist eine LGBTI-inkludierende Mitarbeiterpolitik, ein verbindliches Diversity-Konzept und LGBTI-freundlicher Kundenservice. Außerdem haben sie alle Mitglieder der LGBTI-Communitys im mittleren oder oberen Management oder anderen Führungspositionen.

Die Firmen mit LGBTI-freundlicher Firmenpolitik waren an der Börse im Schnitt um drei Prozent pro Jahr erfolgreicher als ihre Konkurrenten

Wichtige Erkenntnisse: Die Firmen mit LGBTI-freundlicher Firmenpolitik waren an der Börse im Schnitt um drei Prozent pro Jahr erfolgreicher als ihre Konkurrenten, der Unternehmenswert stieg im selben Zeitraum zwischen 10 und 21 Prozent stärker an, während der rein ökonomische Unternehmensprofit im Vergleich mit anderen Firmen sogar um das Doppelte wuchs. Die Ergebnisse bestätigten auch, dass sich Geschlechterdiversifizierung in Vorständen positiv auf die Bilanz eines Unternehmens auswirkt. Firmen mit mindestens einem weiblichen Führungsmitglied waren deutlich erfolgreicher, als Firmen mit rein männlichen Aufsichtsräten. Credit Suisse zieht daraus folgenden Schluss: „Die Erkenntnisse des Reports unterstützen eine Vielzahl ähnlicher Forschungsergebnisse aus den letzten Jahren: Geschlechterdiversifizierung und Offenheit gegenüber LGBTI-Lebensweisen wirkt sich positiv auf die gesamte wirtschaftliche Performance eines Unternehmens aus. LGBTI-Mitarbeiter zu akzeptieren, führt zu einer niedrigeren Personalfluktuation und höherer Mitarbeiterzufriedenheit.“

Aber: 41 Prozent aller LGBTI-Mitrarbeiter und 72 Prozent aller LGBTI-Führungskräfte sind im Büro nicht out

Es gab noch einen entscheidenden Unterschied: die Firmen mit LGBTI-Vorstandsmitgliedern die offen leben, waren noch einmal deutlich erfolgreicher als die, die ihre Diversifizierungsrichtlinien nur auf ihre MitarbeiterInnen außerhalb des Managements anwenden müssen. Und das sind viele. Denn trotzdem die wirtschaftlichen Vorteile einer LGBTI-freundlichen Firmenpolitik auf der Hand liegen, sind, laut dem Report, 41 Prozent aller LGBTI-Mitrarbeiter und 72 Prozent aller LGBTI-Führungskräfte nicht out gegenüber ihren Kollegen. Der einzige, offen schwule CEO eines der 500 erfolgreichsten Unternehmen der Welt ist Apple-Chef Tim Cook.

Bild: Fotolia/Rawpixel.com

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