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EU-Parlament: Alle Eltern gleichstellen

Das Recht auf Elternzeit gilt auch für LGBTIQ-Eltern und deren Kinder

Das Europäische Parlament hat ein weiteres Mal hervorgehoben, dass gleichgeschlechtlichen Eltern genau die gleichen Rechte zustehen, wie allen anderen. In einem diese Woche veröffentlichten Parlamentsreport bezogen die Abgeordneten das vor allem auf das Recht auf Elternzeit, direkt nach der Geburt eines Kindes. Der Report stellt dar, wie unterschiedlich die von der EU für alle Eltern empfohlene Regelung in den einzelnen Ländern angewandt wird. „Eine adäquate Form von Elternzeit ist auch für gleichgeschlechtliche Paare wichtig, wenn sie eine ausgewogene Work/Life-Balance herstellen wollen.“

Einige Mitgliedsstaaten haben die Direktive aus dem letzten Jahr so umgesetzt, dass dabei mehr herauskommt, als das geforderte Minimum.

Und weiter: „Einige Mitgliedsstaaten haben die Direktive aus dem letzten Jahr so umgesetzt, dass dabei mehr herauskommt, als das geforderte Minimum, und zwar indem festgelegt wurde, dass sie nicht nur auf gleichgeschlechtliche, biologische Elternteile, sondern auch auf Adoptiveltern Anwendung finden kann und so auch adoptierte Kinder und deren Eltern von ihr profitieren. Die Schweizer Abgeordnete Maria von Känel vom Network of European LGBTIQ* Families Associations (NELFA), kommentierte: „Wir freuen uns über die Ergebnisse des Parlamentsreports. Weil noch einmal betont wird, wie wichtig es ist, auch LGBTIQ-Eltern und ihren Kinder, die gleichen Rechte und den gleichen Schutz angedeihen zu lassen, wie allen anderen Familien in der Europäischen Union.“

Wir vom NELFA hoffen, dass alle Mitgliederstaaten, den Vorschlägen des EU-Parlaments Folge leisten und sich ein Beispiel an demn staaten nehmen

Sie ergänzte: „Wir vom NELFA hoffen, dass alle Mitgliederstaaten, den Vorschlägen des EU-Parlaments Folge leisten und sich ein Beispiel an den Staaten nehmen und die Direktive so umsetzen, dass dabei ein möglichst umfassender Familienschutz für alle herauskommt, auch und besonders in Bezug auf das Recht von LGBTI-Eltern, in Elternzeit zu gehen.“ Von Känel beschreibt ihre private Situation so: „Mit meiner langjährigen Partnerin konnte ich unseren gemeinsamen Kinderwunsch erfüllen. In unserem persönlichen Umfeld werden wir als Familie / Eltern respektiert, rechtlich sind wir aber ungünstigen Rahmenbedingungen ausgesetzt.“ Sie setzt sich im Dachverband der Regenbogenfamilien breit für die eigenen und die Rechte ihrer Kinder ein. (MÄNNER Archiv)

Foto: Imago/ZUMA Press


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